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Lokales Vollsperrung der Industriestraße – Kritik an Infopolitik der Stadt
Leipzig Lokales Vollsperrung der Industriestraße – Kritik an Infopolitik der Stadt
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15:14 15.02.2016
Baustart in der Leipziger Industriestraße: Die Leipziger KWL saniert Ab- und Mischwasserkanäle unter der Straßendecke Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Die umfangreichen Bauarbeiten in der Industriestraße haben am Montag begonnen. Zeitgleich dazu wurde der Abschnitt zwischen Holbein- und Könneritzstraße voll gesperrt, da Teile der Straße aufgerissen werden müssen. Bis Ende Mai 2016 wird der Kanal zwischen Könneritzstraße und Karlbrücke abschnittsweise saniert, teilten die kommunalen Leipziger Wasserwerke (KWL) vergangene Woche mit. Insgesamt 810.000 Euro werden für die Bauarbeiten investiert.

Die Anwohner seien mittels Infozetteln im Hausflur davon in Kenntnis gesetzt worden, die anliegenden Einzelhändler bekamen die Information direkt in den Laden. Eine Woche vor Beginn der Bauarbeiten wurden diese Informationen verteilt, wie Katja Gläß von den Leipziger Wasserwerken auf LVZ.de-Nachfrage mitteilte. „Es ist bedauerlich, dass einige Anwohner die Ankündigung nicht gesehen haben. Wir haben aber durch mehrere Informationskanäle versucht, die Baustelle bekannt zu machen.“ Die Baufirma habe fristgerecht 72 Stunden vor Baubeginn die Parkverbotsschilder aufgestellt.

Seit Montag ist die Industriestraße zwischen Holbein- und Könneritzstraße voll gesperrt Quelle: Dirk Knofe

Die Parkverbotsschilder stehen seit etwas über einer Woche in der Straße – die Mitte der Industriestraße ist seither gesperrt, befahren werden konnte die Straße noch bis Montag über die Parkflächen. Wer daher noch in der Straße parkte, wurde abgeschleppt.

Laut eines Anwohners waren einige davon betroffen. Außerdem hieß es, dass im Hinblick auf die Winterferien eine Woche als Ankündigungszeit sehr kurzfristig sei – wer schon am Wochenende in den Urlaub fuhr, würde jetzt bei der Rückreise unangenehm durch die Baustelle in der Industriestraße überrascht.

„Wir fühlen uns durch die Baustelle schon ein bisschen überrumpelt“, sagte Nadine Semmler, Mitarbeiterin der Weinhandlung Linder. „Wir wussten vor dem Infozettel von nichts“, führte sie weiter aus. Vor allem die nun fehlenden Parkplätze seien ein Problem, da viele Kunden mit dem Auto zu ihnen fahren würden. Dies sieht auch Axel Schneider vom Spielwarenladen Capitol so. „Die Information zur Baustelle kam schon sehr zeitnah“, kritisierte er.

Von as

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