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Lokales Vom Ankauf bis zum Gerüst – viel Bewegung im Alten Rathaus und Haus Böttchergäßchen
Leipzig Lokales Vom Ankauf bis zum Gerüst – viel Bewegung im Alten Rathaus und Haus Böttchergäßchen
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13:46 06.02.2018
Große Pläne: Volker Rodekamp im Festsaal des Alten Rathauses, dessen Fassade ab Mai saniert wird. 2019 ist dann der Festsaal dran, in dem Leitungen erneuert werden müssen – aus Brandschutzgründen und für eine moderne Präsentation. Zu seinem Ruhestand im April 2019 will Rodekamp ein modernes Museum hinterlassen.   Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

Der wahre Bach und der verlorene Sohn Richard kehren zurück ins Stadtgeschichtliche Museum. „Wenn wir neue Wege gehen und Ausstellungen überarbeiten, kommen mehr Besucher“, sagt Direktor Volker Rodekamp. Da sei an der neu konzipierten Schau „über die Kaffeesachsen“ im „Coffee Baum“ deutlich geworden. Das Museum mit seinen acht Häusern zählte im Vorjahr 497379 Gäste (2016: 466 476 Besucher). Dieses Jahr geht die Modernisierung weiter, vor allem im Alten Rathaus. Hier ein Überblick über Neuigkeiten rund ums Stadtgeschichtliche Museum.

Altes Rathaus: Leipzigs Wahrzeichen wird vom Mai an eingerüstet sein, weil die Sanierung der Fassade, des Turmes und des Daches startet. Eigentlich war der Beginn für Ostern avisiert (die LVZ berichtete), die Vorbereitungen dauern aber etwas länger. Ziel ist es, die Verweildauer der Gerüste so kurz wie möglich zu halten, und die Fassadenarbeiten bis Jahresende zu beenden. Das Museum bleibt – bis auf einige Behinderungen – geöffnet. 2019 stehen dann das Verlegen neuen Leitungen in einigen Bereichen wie dem Festsaal an, der dann einige Monate geschlossen bleibt. Investitionssumme: 1,9 Millionen Euro.

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Modernisierte Kabinette: Die Ausstellungsteile „Der wahre Bach“ sowie „Der verlorene Sohn Richard Wagner“ öffnen Ende Februar. Dann wird das Bach-Porträt von Elias Gottlob Haußmann aus dem Jahr 1746, das gerade von Rüdiger Beck aufwändig restauriert worden ist, wieder zu sehen sein. Die Restaurierung wird von der Hieronymus-Lotter-Gesellschaft gefördert.

Schenkungen und Ankäufe: Für Neuerwerbungen und Restaurierungen hat das Museum einen Etat von gut 30000 Euro pro Jahr. „Unsere Spielräume sind sehr bescheiden. Wir erwerben nur, wenn Objekte ein unbedingter Gewinn für unsere Sammlung sind und wir es uns leisten können“, sagt Rodekamp. Bei Auktionen könne das Museum meist nur ein Minimalangebot abgeben, ist dann oft „zweiter Sieger“. Deshalb werde versucht, Stiftungen und Förderer ins Boot zu holen. Im Vorjahr kamen 645 Objekte aus 78 Schenkungen und 15 Ankäufen dazu, darunter Papiertheater und Requisiten aus dem Nachlass von Opernregisseur Joachim Herz. Bei vielen Objekten, etwa wertvollen Bürgerporträts, habe das Museum das Nachsehen.

Inventur: Nach dem Münzdiebstahl im Neubau Böttchergäßchen läuft eine umfangreiche Inventur, zugleich wurden Sicherheitsvorkehrungen verschärft und ein strengeres Magazin-Regime eingeführt. „Eine Anwaltskanzlei versucht, die Ankäufer dazu zu bewegen, die gestohlenen Münzen zurückzugeben“, so der Direktor. In Kürze wird es einen Abschlussbericht geben. 40 000 Objekte seien 2017 bearbeitet worden. Von gut 700 000 Sammlungsstücken seien mittlerweile 360 000 in einer Datenbank weltweit recherchierbar.

Sonderausstellungen: Als nächste Schau folgt „In Bewegung. Meilensteine der Leipziger Sportgeschichte“ (ab 28. März). Das wird ein Vorgeschmack auf ein Sportmuseum. „Das ist das Einzige, was uns noch nicht gelungen ist. Wir sind dabei, auf vielen Ebenen zu sprechen. Ich hoffe, es gelingt, dieses Jahr noch eine Perspektive zu finden.“ Eine weitere Sonderschau wird im Oktober „Oh Yeah. Popmusik in Deutschland“ sein.

Internationale Kontakte: Verstärkt wird die Kooperation mit dem Stadtmuseum Moskau. Dorthin werden als Leihgabe die Kreml-Mosaiks gegeben, die bei Bauarbeiten im ehemaligen Sowjetischen Pavillon auf der Alten Messe entdeckt worden waren. Im Gegenzug erhofft sich das Museum Hilfe bei der Suche nach einem großen Gobelin-Teppich und nach dem Modell eines nie realisierten Poniatowski-Denkmals, die als Kriegsbeute verschollen sind.

Von Mathias Orbeck

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