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Lokales Von der City zum Cospudener See: Leipzigs neuer Wasserweg "Kurs 1" ist eröffnet
Leipzig Lokales Von der City zum Cospudener See: Leipzigs neuer Wasserweg "Kurs 1" ist eröffnet
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17:40 11.07.2011
11 Kilometer Direktanbindung: Vom Stadthafen am Westplatz kommt man nun auf dem Wasserweg bis zum Cospudener See. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Auch die neue Schleuse Connewitz wurde offiziell in Betrieb genommen. Nicht ganz so erfreut zeigen sich Naturschutzverbände – sie sehen auf der Strecke Probleme durch die Befahrung mit Motorbooten.

Dichtes Gedränge herrscht an der Außenmole des zukünftigen Stadthafens am Westplatz: Dutzende Anwohner, Wassersportler, Schaulustige sowie Landes- und Kommunalpolitiker sind gekommen, um die Freigabe des ersten durchgängig nutzbaren Gewässerkurses in Richtung Neuseenland mitzuerleben.

„Leipzig hat mehr Brücken als Venedig. Manchmal ist das eine Last, heute ist es eine Lust“, sagt Oberbürgermeister Burkhard Jung und erläutert seine Erwartung an die Wasserstrecke: „Die Leipziger können nun direkt von der Innenstadt zum Cospudener See fahren, darüber bin ich sehr erfreut. Und wir hoffen auch auf ein neues, stärkeres Interesse von außerhalb. Auf Städtetouristen, die hier Kultur erleben möchten und in der Natur Erholung finden.“ Die elf Kilometer lange Verbindung zum Neuseenland sei dafür ein wichtiger Anreiz. Der „geschundenen Tagebaulandschaft“ seien durch den Gewässerverbund neue Perspektiven gegeben, man erwarte einen Aufschwung bei Bootsverleihern, Wassersportanbietern und Gastronomen.

Leipzig. Neue Ferienwohnungen, neue Cafés, neue Schiffsausflüge: Der Tourismus im Leipziger Neuseenland gewinnt in dieser Saison weiter an Schwung. Private Investoren stecken Millionen in den Ausbau der touristischen Infrastruktur an den rund 20 Seen in den ehemaligen Tagebaurevieren rund um Leipzig. „Das zarte Pflänzchen hat die ersten Blätter“, sagte der Unternehmer Christian Conrad.

46 Millionen Euro Investitionen bis 2012

Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Stadt und des Landkreis, „um gemeinsam noch erfolgreicher zu sein“. 200 Millionen Euro sind mit Unterstützung von Land und Bund in die Wiederbelebung der Braunkohle-Landschaft geflossen, weitere 46 Millionen Euro folgen für den Ausbau der touristischen Infrastruktur bis 2012.

Mit Blick auf den Bau des Lindenauer Hafens betont Morlok, dass eine Unterstützung durch Fördermittel vom Willen der Stadt abhängig sei – nur wenn genügend Arbeitsplätze entstehen könnten, sei der Hafen ein „förderfähiges Projekt“. Oberbürgermeister Jung erläutert die Bedingung: „Ich habe eine Abmachung mit dem Wirtschaftsminister. Wenn wir nachweisen können, dass dort 200 bis 300 Arbeitsplätze entstehen werden, wird der 600-Meter-Durchstich möglich sein. Und wenn es ein Jahr länger dauert, dauert es eben ein Jahr länger.“ Schon die Einweihung des „Kurs 1“ verspätet sich an diesem Eröffnungstag um ein ganzes Jahr.

„Da möchte man selber direkt aufs Wasser“

Dichtes Gedränge auch an den Hafen-Geländern: Unter dem Applaus der Menge folgt die erste offizielle Testfahrt. Die drei speziell für den Kurs angefertigten „LeipzigBoote“ legen ab, Politiker und Medienvertreter mit an Bord. Rundherum machen Ruderboote, Kanus und Kajaks Platz für die Jungfernfahrt. „Da möchte man selber direkt aufs Wasser“, sagt Marlies Schroeder, die mit Mann Joachim aus Hannover zu Besuch in Leipzig ist. Bei dem Ehepaar fruchtet die touristische Idee der Wasserroute sofort: „Wir gehen öfter mal Paddeln und können uns gut vorstellen, in Leipzig mal eine ganze Woche Urlaub zu machen – und dann natürlich auch den neuen Kurs auszutesten. Das ist doch schön, so im Grünen den Fluss entlang zu fahren.“

Auch Anwohnerin Hannelore Krüger freut sich. „Wir machen immer mal wieder eine Kajaktour, mussten aber bisher an der Connewitzer Schleuse die Kajaks immer umtragen. Das ist mit der Öffnung der Schleuse jetzt viel angenehmer.“

Doch nicht alle können sich über die Eröffnung von "Kurs 1" freuen... Lesen Sie weiter in

Teil 2

Tobias Ossyra

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