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Lokales Von der Krume bis zur Kruste - Experten prämieren in Leipzig die besten Brote
Leipzig Lokales Von der Krume bis zur Kruste - Experten prämieren in Leipzig die besten Brote
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09:48 09.11.2016
Sah sich das Brot auch von innen ganz genau an: Brotprüfer und Bäckermeister Michael Isensee. Quelle: André Kempner

Im Brotgebiet Deutschland ein wichtiger Beruf. Gestern und heute weilt Isensee in Leipzig. Zur Brotprüfung. Es gilt Gold- und Silbermedaillen zu verteilen. Die Veranstaltung im Museum der bildenden Künste ist öffentlich. Brot und Brötchen liegen dort bereit für die Prüfer. Neben Michael Isensee die örtlichen Bäckermeister Reiner Lebe und Frank Müller. Knapp 60 Brote bewerteten sie gestern bereits. Heute sind es fast noch mal so viele. Für Prüfer Isensee nichts Außergewöhnliches. "Im Jahr probiere ich ungefähr 5000 Brote", erzählt er. Der Niedersachse kann alleine am Brot bestimmen, in welcher Region er sich gerade befindet. In Weingegenden gebe es zum Beispiel mehr helles und mildes Weizenmischbrot. In Biergegenden eher Roggenmischbrot. Das Nahrungsmittel ist eben auch ein Spiegelbild der jeweiligen Region.

 "In Sachsen gibt es immer viel Roggenmischbrot", so Isensee. Auch Mal-fabrot sei für die Region typisch. Aber: "Das gibt es hier immer weniger." Organisiert wird die Brotprüfung von der Leipziger Bäckerinnung. 16 Bäcker haben in diesem Jahr Kreationen eingereicht. Vom ganz gewöhnlichen Roggenmischbrot bis zum griechischen Bauernbrot, von hell bis dunkel und vom konventionellen bis zum Biobrot ist alles dabei. "Es geht für die Teilnehmer hier auch immer ein bisschen ums Ausprobieren", so Bernd Bensch, stellvertretender Vorsitzender der Kreishandwerkerschaft Leipzig. "In den vorigen Jahren gab es auch mal ein Curry- oder Sauerkrautbrot."

 Kriterien bei der Brotprüfung sind Aussehen, Geschmack, Geruch, Elastizität und Frische. Die Gewinner der Gold- und Silbermedaillen werden auf dem Leipziger Brotmarkt am 25. April prämiert. Für Bernd Bensch ist die Brotprüfung vor allem eine Qualitätskontrolle. Doch trotz aller Feinschmeckerkünste der Brotprüfer sagt er auch: "Am Ende entscheidet natürlich doch der Kunde, was ihm schmeckt und was eben nicht."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.04.2015

Lucas Grothe

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