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Lokales Von der christlichen Pension zur königlichen Küche: Leipziger Hotel Michaelis feiert 20. Geburtstag
Leipzig Lokales Von der christlichen Pension zur königlichen Küche: Leipziger Hotel Michaelis feiert 20. Geburtstag
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00:19 19.06.2017
Michaelis-Geschäftsführer Michael Reinhold war schon zur Hotel-Eröffnung im Juni 1997 mit von der Partie. Mit seinem Team – hier von links nach rechts Anke Urner, Dorothea Fendt, Melanie Stengel und Karolin Zetsche – empfing er in dieser Woche 250 Gäste zur Jubiläumsfeier.
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 Als Englands Queen Elisabeth 1992 Leipzig besuchte, wurde sie im Alten Rathaus von den Küchenmeistern des legendären Grandhotels Astoria bewirtet. Als in den letzten Monaten erst das schwedische und danach das niederländische Königspaar die Messestadt besuchten, wurde diese Ehre jeweils dem Hotel Michaelis zuteil. Mehr muss zur Qualität eines Hauses, das in dieser Woche seinen 20. Geburtstag feierte, sicher nicht gesagt werden. Weniger bekannt dürften aber vielleicht die Wurzeln der Hotel Michaelis GmbH in der Paul-Gruner-Straße 44 sein.

„Seit Ende des 19. Jahrhunderts war hier das Gemeindehaus des Landesverbandes Landeskirchlicher Gemeinschaften Sachsen“, erzählt Geschäftsführer Michael Reinhold. „Auch zu DDR-Zeiten gab es im Dach eine christliche Pension.“ Weil das Gebäude nach der Wende dringend saniert werden musste, überlegten die Eigentümer, wie es dauerhaft ausgelastet werden kann. So entstand die Idee eines gehobenen Hotelbetriebs auf Vier-Sterne-Niveau. „Eine gute Küche war uns dabei von Anfang an besonders wichtig“, erklärt der 49-Jährige, der schon damals die Konzeption mit verfasst hatte. Als noch sehr junger Hotel-Direktor war er vom „Leipziger Hof“ an die neue Adresse in der Südvorstadt gewechselt – deren Name leitete sich vom Erzengel Michael ab. „Die Gemeinde behielt ihre Räume im Souterrain, als wir am 14. Juni 1997 mit 59 Zimmern eröffnen konnten. Und sie nutzt diese Räume auch bis heute“, sagt er.

Mit der Zeit wuchs die Zimmerzahl an dem idyllisch grünen Flecken auf 91. Ein historisches Nachbargebäude wurde dafür einbezogen. Erst im vergangenen Herbst kamen 26 Apartments mit Mini-Küchen in einem modernen Anbau hinzu.

Auch die Zahl der Mitarbeiter stieg – von ehedem zwölf auf über 100. Der ganz überwiegende Teil davon ist aber nicht im Herbergsbetrieb beschäftigt, sondern von vielen Leipzigern Tag für Tag beim Catering für Veranstaltungen zu erleben. Das reicht von der privaten Feier für zehn Personen bis zum großen Bankett – so kamen gerade 1200 Gäste zum Jubiläum des Umweltforschungszentrums ins Gewandhaus. Außer dem Restaurant Michaelis sowie der Tagungslounge in der Alten Essig-Manufactur (dafür wurde eine frühere Aromenfabrik im Hof der Paul-Gruner-Straße wunderbar saniert) sorgt das Michaelis-Team noch für Speis und Trank in mittlerweile sieben Satelliten. Allein im Plagwitzer Da Capo finden jedes Jahr bis zu 100 Veranstaltungen statt. In den neobarocken Salles de Pologne läuft seit 2015 sogar eine eigene Konzertreihe. Hinzu kommen das Café im Bildermuseum, die Bewirtung im Gewandhaus, das Campus-Restaurant in der Gohliser Villa Ida, die Orangerie im Schloss Güldengossa und seit wenigen Wochen auch das Herrenhaus in Möckern. Zum Geburtstag gab es diese Woche ein entspanntes Sommerabendfest am Hauptsitz – mit 250 Gästen.

Von Jens Rometsch

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