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Lokales Von kreativ bis eintönig - Leipzigs Wahlkämpfer im Internet-Check
Leipzig Lokales Von kreativ bis eintönig - Leipzigs Wahlkämpfer im Internet-Check
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15:48 17.07.2015
Kommunalwahlen 2014 in Leipzig. Quelle: LVZ

Jeden Tag stehen Kandidaten an Info-Ständen den Bürgern Rede und Antwort. Wer sich die Wege dahin und viel Zeit sparen will, dem bieten die Parteien am heimischen Computer aber durchaus auch gute Informationsmöglichkeiten. Die LVZ hat einige unter die Lupe genommen.

SPD: Dass die SPD ihre Wahlschlappe von 2009 wettmachen will, lässt schon ihre Netzpräsenz erahnen. Einen professionellen Auftritt in frischem Design haben die Sozialdemokraten unter der Adresse "www.Leipzig.hatdiewahl.de" hingelegt. Hier findet der Wähler alles Wesentliche, übersichtlich angeordnet und ohne lästige Verpackung: das komplette Wahlprogramm, Termine und die Kandidaten. Der Clou: ein interaktives Bewerber-Portfolio. Man gibt seine Straße und Hausnummer ein und der Computer spuckt die dazugehörigen Kandidaten aus. Fotos anklicken und schon kommen Kurzporträts (oft sogar mit Kontakt-Telefonnummern), persönliche Schwerpunktthemen, Links zu separaten Homepages der Bewerber und ihren sozialen Netzwerken sowie E-Mail-Kontakt-Fenster zum Vorschein. Einziger Wermutstropfen: Bei acht der 109 Kandidaten ist es den Machern nicht gelungen, Fotos aufzutreiben. Und wer sich von der SPD-Homepage "www.spd-leipzig.de" auf die Wahlseite weiterleiten lässt, schlägt sich mit Anzeigeschwächen herum. Auf dem iPad stürzt die Seite dann sogar regelmäßig ab.

CDU: Abgesehen von der Dauerpräsenz einiger Bewerber in sozialen Netzwerken spielt das World Wide Web bei der CDU keine große Rolle. Das überschaubare Angebot zur Kommunalwahl ist lediglich als Menü-Punkt in den Parteiauftritt "www.cdu-leipzig.de" integriert. Dort gibt es die Minimalausstattung: das vollständige Wahlprogramm und seine Kurzfassung in zehn Punkten sowie einen Kandidaten-Überblick. Die ersten drei Bewerber je Wahlkreis werden im Foto gezeigt, die weiteren nur namentlich aufgelistet. Wer mehr über sie wissen will, muss dann doch zu den Info-Ständen kommen.

Linke: Über die Homepage "www.die-linke-in-leipzig.de" wird der Besucher auf die Spezialseite "www.leipzig-waehlt-links.de" geleitet. Gestalterisch keine Glanzleistung, aber informativ. Per Mausklick lassen sich die Bewerber von einer - grafisch unterirdischen - Stadtteilkarte aufrufen. Porträt anklicken, es öffnet sich ein Fenster mit persönlichen Infos. Ergänzend dazu findet sich ein Überblick über die Grundsatzthemen im Wahlkreis. Außerdem hält die Seite eine Terminrubrik sowie ein "Thema der Woche" bereit, das ausführlicher erörtert wird. Besonderer Service: das Wahlprogramm als Audiodatei. Wer nicht selber lesen will, kann es sich anhören.

Grüne: Auch wenn die Kreativwirtschaft ihr Steckenpferd ist, durch Originalität fällt der Wahlkampfauftritt im Internet nicht gerade auf. Das Info-Paket ist Teil der Grünen-Homepage "www.gruene-leipzig.de". Das Wahlprogramm gibt es hier vollständig oder - für Häppchenkonsumenten - auch kapitelweise vorsortiert. Die Kandidaten werden nach Wahlkreisen geordnet mit Fotos und zum Teil auch persönlichen Angaben und Ansichten präsentiert. Wer mehr über grüne Top-Themen wissen will, kann Wahlkreis-Flyer aufrufen (ausgerechnet im Wahlkreis 4 von Fraktionschef Norman Volger fehlt jedoch der Link). Es öffnet sich dann ein separates Fenster. Anders, wer versucht, die Kandidaten über die Wahlkreiskarte anzusteuern. Dann verschwindet die Grünen-Homepage, man landet auf der Internetseite der Stadt. Technik-Schwäche: Auf dem iPad lässt sich die Kandidaten-Rubrik nicht öffnen.

FDP: Die Netzaffinität der Liberalen zeigt sich auch in ihrer Wahlpräsenz. Das Internetpaket zur Kommunalwahl lässt sich schnell und fehlerfrei von der Partei-Homepage "www.fdp-leipzig.de" ansteuern. Es öffnet sich ein dynamisches Mosaik mit den Fotos der Bewerber (herausgehoben sind die Bilder der zehn Spitzenkandidaten), die in unterschiedlichem Umfang mit persönlichen Steckbriefen und Statements hinterlegt sind. Allerdings ist die Übersicht auch nicht vollständig: Zu zwölf der 76 Kandidaten fehlen Fotos und Infos. Das Wahlprogramm steht als PDF-Datei zur Verfügung, ist aber auch in Einzelkapiteln abrufbar. Eine Terminübersicht und ein Blog mit Kommentaren zu aktuellen Themen, Fotos von Wahlkampfauftritten und Medienberichten runden das Angebot ab.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.05.2014

Klaus Staeubert

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