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Lokales Vor 25 Jahren: Helmut Kohl füllt den Leipziger Karl-Marx-Platz mit 320.000 Menschen
Leipzig Lokales Vor 25 Jahren: Helmut Kohl füllt den Leipziger Karl-Marx-Platz mit 320.000 Menschen
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09:21 14.03.2015
Menschen, so weit das Auge reicht: 320.000 Leipziger und Bewohner des Umlandes drängen am 14. März 1990 zum Karl-Marx-Platz, um Helmut Kohl zu hören. Quelle: Armin Kühne
Leipzig

320 000 Menschen waren dazu nach Leipzig gekommen. "Das Ziel, die Einheit Deutschlands zu vollenden, ist nun zum Greifen nahe," rief Kohl den Menschen zu, "die Leipziger haben es erstritten." Er sicherte den Nachbarn in Ost und West zu, dass niemand Angst vor einer deutschen Einheit haben müsse. Ein viertes Reich gäbe es nicht.

Der spätere "Kanzler der Einheit" warb in seiner Rede dafür, dass die Ostdeutschen für die "Allianz für Deutschland" stimmen. Zu ihr hatten sich damals die ostdeutsche CDU, die Deutsche Soziale Union (DSU) und der Demokratische Aufbruch (DA) zusammengeschlossen. Ihre wichtigsten Ziele waren, den Sozialismus abzuwählen und den Prozess der Deutschen Einheit mit einer sozialen Absicherung zu begleiten.

Neben Kohl redeten auch der ostdeutsche CDU-Vorsitzende Lothar de Maizière, DSU-Vorsitzender Hans-Wilhelm Ebeling und DA-Generalsekretär Oswald Wutzke. Mit dabei war auch die 2001 verstorbene und mit Leipzig eng verbundene Hannelore Kohl. Vier Tage später, am 18. März 1990, gewann die "Allianz für Deutschland" mit 48,15 Prozent der abgegebenen Stimmen klar die Volkskammerwahl und erreichte 192 von 400 Mandaten.

Andreas Tappert

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