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Lokales Vor Fußballhalle Soccerworld in Leipzig entsteht ein großes Kinderhaus
Leipzig Lokales Vor Fußballhalle Soccerworld in Leipzig entsteht ein großes Kinderhaus
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00:27 13.11.2015
Diese Studie zum Lageplan für das künftige Kinderhaus an der Alten Messe hat nur 113 kb und passt leider nicht ganz ins vorgegebene Format (unten ist noch mehr dran) Quelle: Wittig Brösdorf Architekten
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Leipzig

Die neue Lösung hat ein Jahr Zeitverzug gekostet. Doch sie ist zweifelsfrei besser als die alten Pläne. Ab Anfang 2016 soll nun vor der Fußballhalle Soccerworld an der Alten Messe ein großes Kinderhaus entstehen, in dem eine Kita und eine Förderschule unterkommen. Das bestätigte Ralf-Dieter Claus, Chef der stadteigenen Erschließungsgesellschaft LESG, gegenüber der LVZ. „Anfang 2016 werden die Arbeiten beginnen“, sagte er. Die Gesamtkosten lägen bei 6,1 Millionen Euro. Die Fertigstellung sei für August 2017 geplant.

Wie berichtet, sollten ursprünglich schon Ende 2014 die Bagger auf dem Areal an der Curie- und Philipp-Rosenthal-Straße anrücken. Nach mehr als zehn Jahren Suche hatte die Stadt endlich einen Standort für eine Kita an der Alten Messe gefunden, der allen gesetzlichen Vorschriften entsprach. Schließlich arbeiten rings um die früheren Ausstellungshallen am Deutschen Platz heute bereits mehr als 2500 Menschen. Immer wieder drängte vor allem die IG Alte Messe – ein Zusammenschluss der dort tätigen Unternehmen – auf eine zeitnahe Lösung des Kita-Problems.

Schließlich wurde im Rathaus die Idee geboren, einen gebührenfreien Parkplatz vor der Soccerworld als Baufeld zu nehmen. Dass dort ringsum eine Straßenbahnwendeschleife verläuft, sah Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) nicht als Problem an: „Diese Gleistrasse wird kaum noch genutzt. Für die Kinder ist es dann also eher ein spannendes Erlebnis, wenn hinterm Zaun des Gartens mal eine Straßenbahn vorbeifährt“, sagte sie. Als das Leipziger Architekturbüro Wittig Brösdorf schon einen Gestaltungswettbewerb für die zweigeschossige Kita mit 165 Plätzen (davon 45 im Krippenbereich) gewonnen hatte, ließ Dubrau noch mal umplanen. Grund: Im stark wachsenden Leipzig wäre ein Flachbau an solch prominenter Stelle verschwendeter Platz gewesen. Zudem suchte das Sozialdezernat dringend nach einer Lösung für die Riebeckstraße 50, wo sich die Förderschule Thonberg und die 77. Grundschule bislang ein Haus teilen. Und der Raum für alle immer enger wird.

Im Ergebnis entsteht neben der Alten Messe nun ein Viergeschosser, erläuterte Claus. Die LESG werde ihn auf der kommunalen Fläche per Kredit errichten. Die Stadt als Betreiber von Kita und Förderschule erwerbe das Kinderhaus dann im Laufe von 20 Jahren über einen Mietkauf-Vertrag. „Der Neubau an der Curiestraße wird insbesondere das Angebot an Fachunterrichts- und Sportmöglichkeiten der Förderschule erheblich verbessern“, freute sich Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) über diese Lösung. Durbau ergänzte aus stadtplanerischer Sicht: „Es wird ein prägnanter Baukörper in Nachbarschaft zu Nationalbibliothek, Uniklinikum und Gebäuden der Alten Messe entstehen, der für seine Nutzungszwecke auch sehr gut mit allen Verkehrsarten zu erreichen ist.“

Konkret erhält die kommunale Kita die unteren zwei Etagen und einen Spielhof in Richtung Deutscher Platz. Die Förderschule zieht in die oberen, per Fahrstuhl barrierefrei erschlossenen Etagen ein. Ihr Pausenplatz weist zur Philipp-Rosenthal-Straße. Einige der Auto-Stellplätze auf dem Areal bleiben erhalten, sollen aber gebührenpflichtig werden. Laut Claus gibt es im Umfeld indes weiter genügend Parkplätze.

Von Jens Rometsch

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