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Lokales Vor Schulstart in Leipzig: Bei Lehrer-Einstellung erst auf der Zielgeraden
Leipzig Lokales Vor Schulstart in Leipzig: Bei Lehrer-Einstellung erst auf der Zielgeraden
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10:58 29.07.2016
Sind genügend Lehrer für die neuen Abc-Schützen da? Die Bildungsagentur geht davon aus, der Landtagsabgeordnete Holger Mann (SPD) fürchtet ein böses Erwachen im Herbst.  Quelle: dpa
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Leipzig

 In einer reichlichen Woche geht der Unterricht los: Vor jeder Klasse soll dann ein Lehrer stehen – das ist erklärtes Ziel der Bildungsagentur Leipzig, das die Eltern wohl aber auch erwarten dürfen. Ob das Ziel erreicht wird, steht jedoch offenbar noch nicht fest. „Wir sind auf der Zielgeraden, das Einstellungsprozedere läuft aber noch immer“, sagt Ralf Berger, der Leiter der Bildungsagentur, auf LVZ-Nachfrage. Detaillierte Zahlen, wie viele zusätzliche Lehrer es in den einzelnen Schularten in Leipzig geben wird, könne er daher noch nicht nennen.

Diese Angaben rangieren offensichtlich in der Kategorie „Staatsgeheimnis“. Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) behält sich wohl vor, die konkrete Zahlen für Sachsen Ende nächster Woche selbst zu verkünden. Die müssen allein für Leipzig beträchtlich sein: Immerhin gibt es allein in der Stadt 1326 Grundschüler, 1000 Oberschüler sowie 770 Gymnasiasten mehr als im August 2015. Da sind allerdings auch junge Flüchtlinge dabei, die die sogenannten DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) besuchen, die teilweise bereits in den vergangenen Monaten integriert worden waren. Laut LVZ-Informationen sind von den geplanten 1200 Neueinstellungen für den gesamten Freistaat für den Agenturbereich Leipzig etwa 375 vorgesehen. Offen bleibt hingegen, wie viele Lehrer aus dem Schuldienst ausgeschieden sind.

Die meisten Lehrer wissen, wo sie eingesetzt werden. Bei vielen wird aber noch über Abordnungen geredet. Wie die Situation wirklich ist, wird sich wohl oder übel erst in den nächsten Wochen zeigen. Da der Unterrichtsbeginn in anderen Bundesländern später ist, dürfte der eine oder andere Bewerber noch abspringen, falls er ein besseres Angebot bekommt. Der Leipziger Landtagsabgeordnete Holger Mann (SPD) geht davon aus, dass das „böse Erwachen“ wohl im Herbst erfolgt. Dann liegen detaillierte Zahlen vor, auch über Krankmeldungen. „Es gibt keine Reserven“, sagt er. „Wenn viele Lehrer abspringen und Jobs in anderen Bundesländern annehmen, könnte durchaus die Situation eintreten, dass nicht mehr vor jeder Klasse ein Lehrer steht – auch in Leipzig“, befürchtet Mann.

Fakt ist, dass an fast allen Schulen die Klassen gut gefüllt sind. Sowohl Bildungsagentur als auch Stadt Leipzig schätzen auf Nachfrage ein, dass die vorhandenen Kapazitäten „noch ausreichend“ sind. Geschafft wird das aber nur durch eine „regulierte“ Verteilung sowie mit einigen zusätzlichen Klassen an etlichen Schulen. In Leipzig gibt es im neuen Schuljahr 17 443 Grundschüler, 10585 Oberschüler sowie 11 918 Gymnasiasten. Für Förderschulen liegen noch keine Zahlen vor.

Mehr zum Thema im LVZ-E-Paper sowie in der Printausgabe vom 29.7.2016.

Von Mathias Orbeck

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