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Lokales Vor Umbau: Hundert Jahre alte Bäume verschwinden in Leipziger Könneritzstraße
Leipzig Lokales Vor Umbau: Hundert Jahre alte Bäume verschwinden in Leipziger Könneritzstraße
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14:23 07.01.2015
Die Leipziger Könneritzstraße. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Darunter sind sieben mehr als einhundert Jahre alte Robinien. Die Arbeiten werden etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen, teilte das Verkehrs- und Tiefbauamt mit.

„Sie weisen starke Schädigungen auf“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Neuen Rathaus. Die Wurzeln hätten sich unter der Straße und dem Gehweg ausgebreitet. Bei den bevorstehenden Erdarbeiten müssten die Verankerungen der Baumriesen außerdem gekappt werden. „Danach wäre die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet“, teilte die Stadt weiter mit.

Für das Holz gibt es bereits eine Interessentin. Eine Bildhauerin will es für ihre Arbeiten nutzen. Die Verwaltung stellt ihr geeignete Zuschnitte kostenlos zur Verfügung.

Neben den Robinien geht es auch 16 Baumhaseln an den Stamm. Außerdem sollen die Kronen der verbleibenden Bäume ausgeschnitten werden. Demnach müsse für Fahrzeuge eine Höhe von 4,5 Meter garantiert werden.

Im Zuge des im März beginnenden Umbaus der Könneritzstraße, der 2016 beendet sein soll, will die Stadt aber auch 95 neue Bäume pflanzen. Davon sind 80 Setzlinge, hauptsächlich Stadt-Linden und Hopfenbuchen, direkt am Straßenrand vorgesehen. Zwischen den Straßenbahnhaltestellen Stieglitz- und Industriestraße sind zudem zehn Amberbäume geplant.

Vier einzeln stehende Nelkenkirschen und Japanische Schnurbäume erhalten an Häuserecken und Straßeneinmündungen einen neuen Platz. Vorbild ist dabei eine jetzt schon bestehende Lösung an der Rochlitzstraße.

Dem Baumkataster zufolge, das vom Amt für Stadtgrün und Gewässer geführt wird, stehen in der gesamten Könneritzstraße  momentan noch 164 Bäume. Direkt im Baubereich stehen nach Angaben des Verkehrs- und Tiefbauamtes noch 146 Gehölze. Der Baubereich beginnt im Norden südlich der Straßenbahnhaltestelle Holbeinstraße (einschließlich der

Einmündungsbereiche Holbeinstraße und Brockhausstraße) und endet kurz vor der Oeserstraße.

mro

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