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Vor zwei Drittel aller Leipziger Schulen und Kitas gilt schon Tempo 30

Verkehrssicherheit Vor zwei Drittel aller Leipziger Schulen und Kitas gilt schon Tempo 30

Leipzigs Schulwege werden immer sicherer. Tempolimits, Ampeln und Fußgängerüberwege sollen Mädchen und Jungen im Straßenverkehr schützen. Vor zwei Drittel aller Schulen, aber auch Kitas gilt bereits Tempo 30. SPD und Grüne fordern Geschwindigkeitsbegrenzungen an allen Schulen und Kindergärten.

Tempo 30 vor Kitas und Schulen. Vor zwei Jahren machten sich Stadträte für eine Geschwindkeitsbegrenzung in Gundorf stark. Mit Erfolg.

Quelle: Kempner

Leipzig. Leipzigs Schulwege werden immer sicherer. Tempolimits, Ampeln und Fußgängerüberwege sollen Mädchen und Jungen im Straßenverkehr schützen. Vor zwei Drittel aller Schulen, aber auch Kitas gilt bereits Tempo 30. SPD und Grüne fordern Geschwindigkeitsbegrenzungen an allen Schulen und Kindergärten.

Die klare Botschaft lautet: Runter vom Gas, wo Kinder sind! Schon heute dürfen Autos und Motorräder an 111 von insgesamt 146 Schulen mit maximal Tempo 30 vorbeifahren. Vor weiteren 22 Schulen wurden die Geschwindigkeitsbegrenzungen angeordnet. Sie würden, so Amtsleiter Michael Jana gegenüber der LVZ, „im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zeitnah“ umgesetzt.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Kindertagesstätten. Vor 169 der 246 Kitas gilt ebenfalls schon heute Tempo 30. Vor weiteren sechs Einrichtungen würden die Schilder demnächst aufgestellt.

Das stringente Vorgehen zeigt Wirkung. Im Vergleich zu anderen Großstädten gibt es in Leipzig wenig schwere Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern. Zuletzt war hier vor elf Jahren ein Kind bei einem Verkehrsunfall auf dem Schulweg ums Leben gekommen.

Im Jahr 2014 hatte der Stadtrat auf Initiative von SPD und Grünen die Verwaltung beauftragt, überall dort, wo es rechtlich möglich ist, Tempo 30 vor Schulen, Kitas und Horten anzuordnen. Jetzt hat das Baudezernat von Bürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) dem Stadtrat einen Umsetzungsbericht vorgelegt. Danach wurde im vergangenen Jahr in der Portitzer Straße, in der sich die Adolf-Diesterweg-Schule befindet, eine Tempo-30-Zone eingerichtet. Fußgänger-Ampeln gingen am Herderplatz und in der Tauchaer/Ecke Cleudner Straße in Betrieb. In der Siegfriedstraße in Lößnig, in der Martinstraße an der Ernst-Pinkert-Schule sowie in der Bismarck-/Ecke Arthur-Nagel-Straße, wo sich die 120. Grundschule befindet, wurden Fußgängerüberwege angelegt. Auf Wunsch von Eltern betreibt die Stadt eine während der Bauarbeiten in der Karl-Liebknecht-Straße temporär geplante Fußgängerampel in der Arthur-Hoffmann-/Shakespearestraße dauerhaft weiter.

„Wir sind froh, dass wir so weit gekommen sind“, sagt SPD-Stadtrat Christian Schulze. „Wir wollen, dass die Stadt sicherer gemacht und vor allen Schulen und Kitas in Leipzig der Verkehr beruhigt wird – und nicht nur dort, auch vor Krankenhäusern und Altenheimen“, so Schulze. „Wir werden die dafür erforderlichen Gelder im Haushalt bereitstellen.“

Auch Grünen-Stadtrat Daniel von der Heide schätzt ein, dass beim Thema Schulwegsicherheit in Leipzigs viel erreicht wurde. Ziel müsse sein: Tempo 30 vor allen Schulen und Kitas. „Aber der Schulweg beginnt nicht erst 50 Meter vor der Schule“, sagt von der Heide. „Wenn wir wollen, dass Kinder den Weg zur Schule autonom zu Fuß oder auf dem Rad zurücklegen, dann ist noch viel zu tun.“

Bislang war es den Kommunen nur in begründeten Einzelfällen möglich, Geschwindigkeitsreduzierungen vor Schulen und Kitas anzuordnen. Künftig soll das einfacher gehen. Vor einem Vierteljahr hatte sich die Verkehrsministerkonferenz darauf verständigt, die Anordnung von Tempo 30 von der Voraussetzung einer „qualifizierten Gefahrenlage“ zu entkoppeln. Wann Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CDU) die entsprechende Änderung der Straßenverkehrsordnung erlässt, ist jedoch noch offen. Im Leipziger Rathaus ist man jedenfalls darauf vorbereitet. Anfang des Jahres wurde dafür eigens eine auf zwei Jahre befristete Personalstelle geschaffen. Der Mitarbeiter prüft die Anordnung von Tempo 30 vor den restlichen 13 Schulen und 71 Kitas.

Von Klaus Staeubert

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