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Lokales Vorbild Halle: Linke fordert Freiräume für Spontanpartys auch in Leipzig
Leipzig Lokales Vorbild Halle: Linke fordert Freiräume für Spontanpartys auch in Leipzig
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20:49 15.02.2018
Die Fraktion der Leipziger Linken fordert, spontane Open-Air-Partys einfacher zu ermöglichen statt sie zu kriminalisieren und damit dem Vorbild Halle zu folgen (Symbolbild). Quelle: Robert Nößler
Leipzig

Das Thema polarisiert: Während die einen mit wilden, unangemeldeten Freiluft-Feiern ein Gefühl der Freiheit und kultureller Lebendigkeit verbinden, sehen die anderen darin vor allem einen Hort der Lärmbelästigung und missachteter Eigentumsrechte. Auch die LVZ berichtete.

Am Donnerstag schaltete sich die Fraktion der Linken im Leipziger Stadtrat in die Diskussion ein. Sie plädiert dafür solche Veranstaltungen in Zukunft leichter zu ermöglichen statt sie zu kriminalisieren.

Seit Jahren forderten Initiativen wie die Global Space Odyssey einfache Möglichkeiten, um solche nicht-kommerziellen Veranstaltungen ordnungsgemäß ausrichten zu können und geeignete Flächen zur Verfügung gestellt bekommen, erklärt Stadträtin Juliane Nagel. Bereits 2013 hatte die Linke einen entsprechenden Antrag in den Stadtrat eingebracht, mit dem sie ein vereinfachtes Anmeldeverfahren und die Suche nach geeigneten Flächen initiieren wollte.

Aus ihrer Sicht sei ein liberaler Umgang mit derartigen, besonders bei jungen Leuten beliebten Freiluftveranstaltungen angebracht, da sich die Stadt mit kultureller Vielfalt und Lebendigkeit rühme. Restriktionen würden hingegen sowohl die Stadt als auch die Veranstalter hinter den Partys finanziell belasten.

Als Vorbild könnte dabei Halle dienen: In der Nachbarstadt stehen acht Plätze für spontane Feten im Freien für bis zu 500 Teilnehmer zur Verfügung, die nicht lauter als 103 Dezibel werden dürfen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, sie müssten lediglich 24 Stunden vorher angezeigt werden.

vm

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