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Vorschlag der Leipziger Grünen zur MuKo-Schließung stößt bei der Linken auf Kritik

Vorschlag der Leipziger Grünen zur MuKo-Schließung stößt bei der Linken auf Kritik

Der Vorstoß der Grünen-Fraktion im Leipziger Stadtrat, aus Kostengründen die Musikalische Komödie (MuKo) zu schließen und gleichzeitig das Centraltheater zum Zwei-Sparten-Haus auszubauen, trifft bei den Linken auf Widerstand.

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Der Vorstoß der Grünen-Fraktion im Leipziger Stadtrat, aus Kostengründen die Musikalische Komödie (MuKo) zu schließen und gleichzeitig das Centraltheater zum Zwei-Sparten-Haus auszubauen, trifft bei den Linken auf Widerstand.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Beide Kultureinrichtungen unter einem Intendanten zu vereinen sei schon allein aufgrund der fehlenden räumlichen Kapazitäten kaum möglich, heißt es in einer Mitteilung der Stadtratsfraktion vom Montag. „Darüber hinaus ist vorherzusehen, dass beide Ensembles im Fusionsfall stark um die lukrative Spieltage Donnerstag bis Sonntag konkurrieren werden", wird Skadi Jennicke, kulturpolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, zitiert.

Ganz neu ist die Idee der Grünen nicht. Sie halten das in die Jahre gekommene Operetten- und Musicaltheater in Leipzig-Lindenau schon lange für entbehrlich. Bis zum 30. September soll die Verwaltung untersuchen, unter welchen Voraussetzungen und zu welchen Kosten das Centraltheater als Zwei-Sparten-Haus für Schauspiel und Operette/Musical betrieben werden kann. Seit dem Auszug der benachbarten Diskothek Schauhaus biete der Standort in der Innenstadt viel mehr Platz. Es müsse dort ein großer Saal mit Orchestergraben und ein kleiner Saal für Kammerspiele eingerichtet werden, um das Haus als Sprech- und Musiktheater nutzen zu können. Im April wird der Antrag in der Ratsversammlung behandelt.

Die Linken halten von dem Antrag wenig. Es gebe bereits Bereiche, in denen MuKo und Oper erfolgreich zusammenarbeiten und Kosten sparen. So werde beispielsweise jeder Einsatz eines Musikers auf der Opernbühne durch Mitglieder des MuKo-Orchesters abgedeckt. Im Falle einer Ausgliederung sei das nicht mehr so kostengünstig möglich. Der Vorstoß komme zur Unzeit, da in den kommenden Wochen die Auswahl eines Intendanten für das Centraltheater anstehe, kritisiert Skadi Jennicke: „Der Prüfauftrag der Grünen verändert die Situation für einen zukünftigen Intendanten radikal und würde einen Neustart mit vielen Unwägbarkeiten versehen."

Hintergrund der Diskussion ist die Notwendigkeit von Einsparungen im städtischen Kulturbereich. Vor vier Monaten hatte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) ein Gutachten zur Zukunft der städtischen Kulturbetriebe vorgelegt. Darin wird der Finanzbedarf der vier großen kommunalen Eigenbetriebe Oper, Gewandhaus, Schauspiel und Theater der Jungen Welt schon in zwei Jahren mit 78 Millionen Euro angegeben. Welche Schlussfolgerungen Jung daraus zu ziehen gedenkt, behielt er bislang für sich. Der Prüfauftrag der Grünen bringt ihn nun unter Zugzwang.

Ines Christ/Klaus Staeubert

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