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Lokales Vorsicht, Rutschgefahr – Mehr Unfälle durch Glätte in Leipzig
Leipzig Lokales Vorsicht, Rutschgefahr – Mehr Unfälle durch Glätte in Leipzig
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16:24 09.02.2010
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Leipzig

Das Uniklinikum Leipzig verzeichnet täglich 20 Prozent mehr Patienten durch Glätte. Notfallmedizinerin Constanze Schwarz berichtet, dass insbesondere leichtsinnige Jogger und ältere Menschen betroffen sind. Der ärztliche Direktor Ulrich Socha vom Evangelischen Diakonissenkrankenhaus Leipzig sagt, dass es durchschnittlich an diesen Tagen „ein Viertel mehr Arbeit als sonst“ gebe. Die gestiegene Zahl der Verletzten wird durch Pressereferentin Ingrid Hilmers vom Elisabeth-Krankenhaus bestätigt. Sie spricht von einer überfüllten Chirurgie und Traumatologie.

Die durchschnittlich rund zehn bis zwölf täglichen Glätteopfer müssen im Uniklinikum Leipzig Verständnis für längere Wartezeiten mitbringen. Ohne die zusätzlichen Patienten im Winter ist das Krankenhaus bereits gut ausgelastet. Doch mit diesen werden die Betten knapp und die Zahl der Operationen steigt. Umlagerungen in andere Bereiche wie die Gynäkologie und Urologie sind notwendig, da die Patienten sonst auf dem Flur gelagert werden müssen. Auf eine Operationen muss man bis zu drei Tage warten, obwohl bereits bestellte Termine verschoben werden.

Notfallärztin Schwarz rät alten Menschen, die auf Gehstützen angewiesen sind, sich Eiskrallen zu besorgen. Sie verhindern das Wegrutschen und werden vom Hausarzt verschrieben. Jogger sollten nicht über Eisplatten im Park laufen und ältere Menschen nicht Fahrrad fahren. Festes Schuhwerk und Konzentration auf den Weg empfiehlt Diakonissenhaus-Mediziner Socha. Ältere Menschen sollten abwägen, ob man wirklich aus dem Haus müsse. Bei einem Sturz soll man Knochenbrüche vom Hausarzt ausschließen lassen. Er entscheidet dann je nach Verletzung, ob eine Überweisung ins Krankenhaus notwendig ist oder nicht. Bei Prellungen oder Zerrungen müsse gekühlt und ruhig gestellt werden.

Ab Mittwoch soll es neue Schneefälle geben und die Temperaturen weiter sinken. Eine Besserung in Sachen Rutschgefahr ist derzeit nicht in Sicht.

nt / dpa

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