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Lokales Vorzeige-Campus im Leipziger Osten nimmt Formen an
Leipzig Lokales Vorzeige-Campus im Leipziger Osten nimmt Formen an
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08:04 09.03.2018
So soll der Campus Ihmelsstraße sich entwickeln. 2016 wurde der Siegerentwurf des Städtebaulichen Wettbewerbs gekürt. Er stammt von RBZ Dresden und Storch Landschaftsarchitektur Dresden.   Quelle: André Kempner
Leipzig

 Ein Speiseraum, der auch Aula ist. Eine Sporthalle, die Platz für Gesundheitsangebote für die Menschen im Stadtteil Volkmarsdorf bietet – so sieht die Zukunft in der Quartiersschule Ihmelsstraße aus. Rund 47 Millionen Euro, zum Großteil aus Fördermitteln, will Leipzig in den flexiblen Campus mit Oberschule, Gymnasium, Sportflächen und Mehrzweckbau investieren.

Die Hoffnung: Die Strahlkraft des Zentrums soll den Osten attraktiver machen und sogar über das Viertel hinausgehen. Das Projekt sei einzigartig in Leipzig, heißt es in dem Raumkonzept für das Mehrzweckgebäude, das die Stadt jetzt vorstellt. Grundlage ist die Realisierung von zwei Bauabschnitten.

Oberschule und Gymnasium

Der erste Bauabschnitt startet in diesem Jahr. Bis zum Sommer 2021 soll die alte Hermann-Liebmann-Schule saniert und erweitert werden, damit eine vierzügige Oberschule einziehen kann. Parallel dazu wird die zweistöckige Sporthalle mit insgesamt sechs Feldern in die Höhe gezogen. Kostenpunkt für beide Projekte: Rund 28 Millionen Euro, von denen etwa 20 Millionen Euro als Fördergeld fließen sollen.

Im zweiten Bauabschnitt soll das ebenfalls vierzügige Gymnasium entstehen. Das Haus gliedert sich mit Übergängen direkt an die Oberschule an. Ab dem Schuljahr 2023/24 könnten die ersten Gymnasiasten zum Unterricht kommen.

Die ehemalige Hermann-Liebmann-Schule in der Ihmelsstraße wird Teil der großen Quartiersschule für den Leipziger Osten. Quelle: André Kempner

Mehrzweckbau fürs Quartier

Auf dem Gelände soll im zweiten Bauabschnitt auch ein Mehrzweckgebäude für mehr als fünf Millionen Euro gebaut werden. Dort wird nicht nur eine Mensa für alle Schulkinder eingerichtet. Auch die Volkshochschule (VHS) und die Musikschule sowie ein Quartiersmanagement sollen in den Mehrzweckbau einziehen. Das Gymnasium könne sogar auf eine extra Aula verzichten, so die Planer, wenn der Speiseraum im Mehrzweckbau, 209 Quadratmeter groß und nur von 7 bis 14 Uhr genutzt, auch als Aula funktioniert.

Insgesamt rund 400 Quadratmeter stehen auf dem Campus ganztägig für die externe Nutzung zur Verfügung. Die Verwaltung sieht noch Potenzial, für diesen Bereich Fördermittel zu heben. Die Zeit drängt: Bis Ende März müssen die Anträge für das Programm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“ auf den Weg gebracht werden. Bund und Freistaat könnten Leipzig so mit bis zu 3,6 Millionen Euro Zuschüssen unter die Arme greifen.

Raum für VHS und Musikschule

Volkshochschule (VHS) und Musikschule sollen aber von Anfang an Interessenten aller Altersgruppen auf das Areal an der Ihmelsstraße locken. Dafür sind Räume nötig, die mehrfach nutzbar sind.

Die Lösung: Fachunterrichtsräume sollen je nach Belegung für Ganztagsangebote der Schulen, aber auch für die VHS oder Musik-Kurse offenstehen. Die Volkshochschule soll in der neuen Sporthalle außerdem bald Kurse anbieten können, zum Beispiel zur gesundheitlichen Prävention.

Von Evelyn ter Vehn

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