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Lokales WWF-Studie: Grundwasser in der Leipziger Region massiv belastet
Leipzig Lokales WWF-Studie: Grundwasser in der Leipziger Region massiv belastet
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14:31 10.08.2017
Archivfoto  Quelle: dpa
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Berlin/Leipzig

 Das Grundwasser in der Leipziger Region ist nach einem Bericht der Naturschutzorganisation WWF massiv mit Nitrat belastet. In den vergangenen Jahren sei der Nitratgrenzwert an der Hälfte aller Messstellen überschritten worden, teilte der World Wide Fund for Nature am Donnerstag in Berlin mit.

Zudem habe man oftmals problematische Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden. Als Verursacher nennt der WWF-Report die intensive Landwirtschaft mit einem hohen, nahezu flächendeckenden Einsatz an Düngemitteln und Pestiziden. Doch nicht nur um das Wasser sei es schlecht bestellt. Auch die Artenvielfalt leide.

Typische Feld- und Wiesenvögel wie etwa Kiebitz und der Große Brachvogel seien im Drei-Länder-Eck aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht, hieß es. Auch Feldhamster oder -hase könne man kaum noch antreffen. „Natur und Landwirtschaft sind keine voneinander abgekoppelten Systeme. Sie können nur gemeinsam dauerhaft erfolgreich sein und müssen wieder in Einklang gebracht werden“ erklärte Markus Wolter, Referent Agrarpolitik und Landwirtschaft beim WWF Deutschland. Das beste Mittel, um Artenschwund und Wasserverschmutzung in den Griff zu bekommen, sei eine umweltschonendere Bewirtschaftung.

„Der Umbau des Agrarsektors ist eine große Herausforderung, mit der wir die Bauern nicht alleine lassen dürfen. Politik wie Gesellschaft müssen in einen nachhaltigen Agrarsektor investieren“, betonte Wolter. Umweltfreundlich produzierende Landwirte brauchten ein gerechtes und zuverlässiges Einkommen. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssten entsprechende Förderprogramme weiter ausbauen. Die Vergabe von Agrar-Fördergeldern müsse an einen nachhaltigen Anbau gekoppelt werden. Zugleich warb der WWF für einen anderen Umgang mit Lebensmitteln. Allein in Leipziger Haushalten fielen vermeidbare Verluste von 34 000 Tonnen Lebensmitteln pro Jahr an.

Von LVZ

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