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Lokales Wagner prägte auch Mitteldeutschland - Neues Buch fasst Spuren zusammen
Leipzig Lokales Wagner prägte auch Mitteldeutschland - Neues Buch fasst Spuren zusammen
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01:00 30.05.2013
Buchvorstellung "Richard Wagner in Mitteldeutschland" aus dem Passage-Verlag Leipzig im Café Wagner: Thomas Krakow, Ursula Oehme, Thomas Liebscher (von links). Quelle: Armin Kühne

Kulturwissenschaftlerin Ursula Oehme, eine glühende Wagnerianerin, war da besonders fleißig. Nach ihrem Buch "Richard Wagner und Leipzig" mit neuen Forschungsergebnissen hat sie gemeinsam mit Thomas Krakow vom Leipziger Wagner-Verband im Passage-Verlag einen opulenten Bildband herausgebracht. "Richard Wagner in Mitteldeutschland" tritt den Beweis dafür an, dass Wagner durchaus eine Musik-Ikone in Mitteldeutschland war.

Bevor der gebürtige Leipziger Bayreuth und die Welt mit seiner Musik eroberte, hinterließ er im heutigen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vielfältige Spuren. Die Publikation stellt auf 224 Seiten und 285 überwiegend farbigen Abbildungen 20 Orte vor. Enthalten sind jeweils eine Fülle von Informationen über die Aufenthalte des Musikgenies, seine Familie und Freunde, seine verschiedenen Wirkungsstätten, aber auch die Wagner-Tradition der Theater. Das Buch ist dadurch zugleich eine Art Reiseführer zu touristischen Sehenswürdigkeiten dieser Orte geworden. Neben Leipzig gehört Dresden dazu, wo er als Königlich-sächsischer Hofkapellmeister Karriere machte, aber auch steckbrieflich als vermeintlicher Rädelsführer der 1848er Revolution gesucht wurde.

Auch ländliche Gegenden wie Graupa - im idyllisch gelegenen Ort suchte er Ruhe in der Natur - sind vertreten. Entstanden sind in Graupa beispielsweise musikalische Skizzen zu seiner Oper "Lohengrin". Im Liebethaler Grund nahe Lohmen steht noch heute ein Denkmal, das Wagner als Gralsritter von fünf Figuren umgeben zeigt, die als Sinnbilder für Elemente seiner Musik gelten. Selbstverständlich wird auch das Jagdschloss Graupa mit dem Wagner-Museum oder Lohengrinhaus nicht vergessen. Ermlitz, wo Wagner häufig seinen Schulfreund Theodor Apel besuchte, wird ebenfalls vorgestellt wie Bad Lauchstädt, Weimar und Meiningen.

Unterstützt von den Richard-Wagner-Verbänden der drei Bundesländer haben die Herausgeber jeweils geeignete Autoren aus den Regionen für das Buch ausgewählt. Verleger Thomas Liebscher übernahm die Gestaltung des Buches, das für viele Wagner-Anhänger bestimmt zur Pflichtlektüre werden dürfte.

"Richard Wagner in Mitteldeutschland" ist im Leipziger Passage-Verlag erschienen und kostet 29 Euro.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.05.2013

Mathias Orbeck

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