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Lokales Warten auf ein "Museum der Zukunft"
Leipzig Lokales Warten auf ein "Museum der Zukunft"
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11:26 17.01.2017

Die hatte Freundeskreis und interessierte Leipziger für Freitagabend zu einem politischen Abend um die Zukunft des Museums geladen. Faber sagte am Donnerstagnachmittag ab, weil Verwaltungsangestellte sechs Wochen vor der Kommunalwahl nicht an Parteiveranstaltungen teilnehmen dürfen. "Das hätte er bei seiner Zusage vor sechs Wochen wissen müssen, er will sich der Diskussion nicht stellen", vermutet CDU-Stadtratskandidat Stefan Georgi. Er erinnerte daran, dass der Kulturbürgermeister als Hausherr bereits im März dem CDU-Ortsverband Mitte untersagt hat, das Museum für eine Veranstaltung zu nutzen (die LVZ berichtete). "Er wird von uns eine dritte Möglichkeit bekommen, sich zum Museum zu positionieren", so Georgi. Darauf warten Stadträte allerdings seit vielen Monaten - der von der Verwaltungsspitze mehrfach und zuletzt fürs II. Quartal 2014 angekündigte Masterplan fürs Museum ist noch immer nicht da. Wie berichtet, lässt die Verwaltung Gutachten anfertigen, ob der ehemalige Bowlingtreff oder der derzeitige Standort am Goerdelerring für ein "Museum der Zukunft" geeignet sind. Der Förderverein hat mehrfach betont, dass er den Ex-Bowlingtreff ausschließt. Ebenso wie CDU-Vizefraktionschefin Sabine Heymann. Dabei geht es nicht nur um mögliche Schäden durch Nässe für die wertvollen Sammlungen in unterirdisch gelegenen Räumen, sondern auch um ungeeignete Raumhöhen für Präparate wie Dermoplastiken und größere Objekte bei Sonderschauen. Peter Täschner, Vizechef des Fördervereins: "Ansonsten sind wir aber für alle Vorschläge offen. Wir würden auch mit dem Museum in einen Neubau auf den Burgplatz ziehen, wenn dieser zu akzeptablen Preisen zu haben wäre." Letzteren hat Katharina Krefft (Grüne) ins Gespräch gebracht, und sich damit auch bei der CDU den Vorwurf eingehandelt, der Verwaltung nur Vorwände zu liefern, die Entscheidung weiter zu verzögern. Heymann kann sich dennoch für die (bereits verworfene) Idee begeistern, das alte Landratsamt am Tröndlinring zu nutzen. "Wir brauchen ein Naturkundemuseum mit mindestens mitteldeutscher Ausstrahlung", so Heymann. Die Entstehung von Auwald sowie Braunkohle bieten dafür genügend Stoff. Sie fordert, zügig am Masterplan sowie der Besetzung der Stelle des Direktors zu arbeiten, den künftigen Standort zu klären und Fördermittel zu akquirieren. Eine Antwort bleiben aber Stadträte aller Parteien schuldig: Warum lassen sie sich eigentlich das Hickhack ums Museum seit Jahren gefallen?

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.05.2014
Orbeck, Mathias

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