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Was qualifiziert Sie, Herr Tsapos? - Interview mit dem Leiter des Amtes für Familie und Bildung

Was qualifiziert Sie, Herr Tsapos? - Interview mit dem Leiter des Amtes für Familie und Bildung

Nicolas Tsapos ist vom Stadtrat frisch gewählt. Ab 1. Februar wird der 44-Jährige das Amt für Jugend, Familie und Bildung leiten. Noch nicht im Amt, gibt es Zweifel an seiner Qualifikation.

Frage: Was reizt Sie, das größte Amt Leipzigs mit gut 1700 Beschäftigten, das nach einigen Turbulenzen zur Ruhe kommen muss, zu übernehmen?

Nicolas Tsapos: Ganz reizvoll ist für mich, dass Jugend und Schule unter einem Dach vereint sind. Das ist zukunftsweisend, da Bildung, Betreuung und Hilfsangebote ja zunehmend verzahnt angeboten werden. Es findet in Schulen eine Ganztagsbetreuung statt, es gibt erzieherische Hilfsangebote. Um die Qualität der Angebote zu entwickeln und Synergien zu heben, ist es sinnvoll, dies aus einer Hand zu koordinieren.

Mitarbeiter hoffen auf einen echten Neuanfang, auch in Briefen an die LVZ. So richtig warm geworden scheinen Schulverwaltung und Jugendamt aber seit ihrer Vereinigung nicht geworden zu sein. Wie wollen Sie das ändern?

Zunächst muss ich mir umfänglich selbst ein Bild von der Situation verschaffen. Ich kenne nur Beschreibungen Dritter. Dabei versuche ich immer, möglichst alle Menschen mitzunehmen und mit Informationen und der Kommunikation transparent vorzugehen. Nur so können gemeinsame Ziele erreicht werden.

Sie haben große Baustellen zu beackern. Zusätzliche Kitas sind zu bauen, Schulen zu sanieren, Strukturprobleme bei Hilfsangeboten zu lösen. Wie gehen Sie da ran?

Auch hierzu werde ich mir zunächst einen Eindruck verschaffen. Die Kita-Diskussion habe ich aufmerksam verfolgt. Abhilfe von einem Tag auf den anderen kann ich da sicher auch nicht bieten. Mir ist aber wichtig, alle Beteiligten mitzunehmen und zu informieren.

Im Amt wird bereits an Ihrer Verwaltungserfahrung gezweifelt und Ihnen vorgeworfen, dass Sie Ihren Job nur aufgrund des SPD-Parteibuches bekommen haben. Was sagen Sie dazu?

Ich habe mich auf eine Ausschreibung hin beworben, kannte vorher niemanden in Leipzig. Berufserfahrung habe ich beispielsweise in einer hundertprozentigen kommunalen Tochtergesellschaft sammeln dürfen, deren Organisation eng an kommunaler Verwaltung angelehnt ist. Ich war im Vorstand eines großen Wohlfahrtverbandes, der in seiner Organisation, Struktur, Personalführung nicht so weit weg ist von den Aufgaben einer Kommunalverwaltung.

Nun wird kolportiert, dass Sie bei der Arbeiterwohlfahrt ausscheiden mussten. Sogar per Auflösungsvertrag?

Ich habe mein Vorstandsmandat auf eigenen Wunsch niedergelegt, um mich auf die Übernahme eines politischen Mandates zu konzentrieren. Die Funktion als Geschäftsführer der ImmobilienService AWO OWL habe ich weiter wahrgenommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.01.2014

Orbeck, Mathias

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