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Lokales Wassereinbruch? Tänzer schwimmen am Elstermühlgraben Leipzig auf dem Trockenen
Leipzig Lokales Wassereinbruch? Tänzer schwimmen am Elstermühlgraben Leipzig auf dem Trockenen
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13:20 17.09.2011
Die Performance "Wassereinbruch" von Irina Pauls erinnert am Elstermühlgraben an die einstige Flussbadeanstalt. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Kunst! Mit der Performance "Wassereinbruch" will die Leipziger Choreografin Irina Pauls an die historische Flussbadeanstalt Neubert’s erinnern - und die weitere Öffnung des Elstermühlgrabens auf ihre Art unterstützen. Auch am Sonntag werden die Tänzer wieder öffentlich auf dem Trockenen schwimmen.

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Leipzig. Kein Wasser weit und breit. Trotzdem machen drei junge Damen den Anschein, als wollten sie vom frisch ausgelegten Holzweg einen Sprung ins Rasenbett wagen. Verrückt? Nein. Kunst! Mit der Performance "Wassereinbruch" will die Leipziger Choreografin Irina Pauls an die historische Flussbadeanstalt Neubert’s erinnern - und die weitere Öffnung des Elstermühlgrabens auf ihre Art unterstützen. Auch am Sonntag werden die Tänzer wieder öffentlich auf dem Trockenen schwimmen.

„Die einstige Flussbadeanstalt ist ebenso wie das Leipziger Stadtbad ein besonderer Erinnerungsort in unserer Region, den ich über Kunst neu beleben möchte", sagt die freischaffende Choreographin und Regisseurin Pauls. 1842 war „Neuberts Flußbadeanstalt“ die erste Adresse für viele Leipziger, um Schwimmen zu lernen oder einfach schöne Tage am Wasser zu genießen. Von der Carl-Maria-von-Weber-Straße war das Bad mit Brettern und Balken in den Eltermühlgraben hineingebaut worden. Heute fließt das Wasser durch ein Rohr, drüber liegt die Rasenfläche, die am 17. und 18. Septembern den Künstlerinnen als Bühne dient.

Von den Tänzerinnen Berit Jentzsch, Monica Muñoz Marin und Irene Schröder sowie der Performerin Angelika Waniek soll an diesen beiden Tagen ein Impuls ausgehen der erinnert: Leipzig hat als Wasserstadt noch mehr zu bieten, als im Moment zu sehen ist. Die Stadt Leipzig sowie die Vereine Neue Ufer und Pro Leipzig unterstützen das ungewöhnliche Outdoor-Kunstprojekt.

Denn schließlich geht es hier auch um ein handfestes Stück Stadtpolitik: Auf 400 Metern soll der Elstermühlgraben zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und der Thomasiusstraße wieder geöffnet werden. Ziel sei ein durchgängiges Gewässer, das touristisch genutzt werden kann - und gleichzeitig den Anforderungen des Hochwasserschutzes genügt.

Der Impuls ist gesetzt, und sowohl am Samstag um 17 Uhr als auch am Sonntag, 18.9., um 11 und 17 Uhr werden die Tänzer wieder grazile Trockenübungen machen. Ort ist die Rasenfläche an der Carl-Maria-von-Weber-Straße. Der Eintritt ist frei, Interessierte können am Stadthafen parken, Zufahrt über Käthe-Kollwitz- und Schreberstraße.

Mehr Infos: www.mehrtanz.org

Evelyn ter Vehn

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