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Wasserspiel in Leipzigs Süden sprudelt wieder – aber fast jeder vierte Brunnen bleibt trocken

Wasserspiel in Leipzigs Süden sprudelt wieder – aber fast jeder vierte Brunnen bleibt trocken

Das Plätschern in Leipzig wird lauter: Nach vier Jahren Trockenzeit fließt dank eines Sponsors wieder Wasser durch den Brunnen „Ausschank“ an der Ecke Karl-Liebknecht-/Richard-Lehmann-Straße.

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Der "Ausschank"-Brunnen im Leipziger Süden.

Quelle: Jakob Richter

Leipzig. Die Zahl der sprudelnden städtischen Springbrunnen und Fontänen erhöht sich damit auf 22 – fünf werden wegen geplanter oder laufender Sanierung dieses Jahr wohl außer Betrieb bleiben. Ein weiterer versiegt, weil das Geld fehlt.

Insgesamt sind es 28 städtische Springbrunnen, Wasserspiele und Fontänen, die Leipzigs Parks und öffentliche Plätze verzieren. Fünf davon wurden abgeschaltet, weil Sanierungsarbeiten bevorstehen oder bereits laufen. So hat der Sprudelstein am Karl-Heine-Platz ein defektes Rohrleitungssystem, der Rathausbrunnen ist für Fassadenarbeiten am Rathaus selbst abgedeckt. Die Fontäne im Johannapark ist überaltert und hat deshalb technische Probleme – die Planung für deren Sanierung ist im Amt für Stadtgrün und Gewässer angelaufen.

Ebenso in Arbeit: Ein Konzept für die Instandsetzung des trostlosen Wasserbeckens mit Fontänen vor dem Ringcafé. Beim Brunnengarten im Richard-Wagner-Hain ist die Zukunft noch offen, hier wird derzeit nur die Möglichkeit einer Sanierung von der Stadtverwaltung geprüft. Eine 29. Brunnen-Anlage soll nach Fertigstellung des City-Tunnels dazukommen – doch auch das bleibt zunächst ein schöner Gedanke.

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Leipzig. Nach vier Jahren Trockenzeit fließt dank eines Sponsors wieder Wasser durch den Brunnen „Ausschank“ an der Ecke Karl-Liebknecht-/Richard-Lehmann-Straße. Die Zahl der sprudelnden städtischen Springbrunnen und Fontänen erhöht sich damit auf 22 – fünf werden wegen geplanter oder laufender Sanierung dieses Jahr wohl außer Betrieb bleiben. Ein weiterer versiegt, weil das Geld fehlt.

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Ein positiver Beitrag zur plätschernden Stadt-Akustik: Der Brunnen mit dem Namen "Ausschank" an der Ecke Karl-Liebknecht-/Richard-Lehmann-Straße. Der war vor vier Jahren aus Kostengründen abgeschaltet worden, nun konnte die Wohnungsgenossenschaft Unitas als Sponsor gewonnen werden – er spendet wieder Wasser. "Wir wollen damit einen Beitrag für die Stadt leisten, vor allem für die vielen Studenten hier im Süden", sagt Unitas-Vorstand Hans-Dieter Thomas. "Schließlich war ich hier selbst einmal Student."

Unitas übernimmt bis zum Ende der Saison im Oktober einen Teil der Betriebskosten, erlässt die Miete für einen Kellerraum im angrenzenden Unitas-Wohnaus, in dem sich Zu- und Ablauf des Brunnens befinden, und hat zudem die Reparatur einer defekten Brunnenstelle finanziert. "Das ist ein gutes Ergebnis", freut sich Frank Richter, Leiter der Stadtreinigung, die für den Betrieb der städtischen Brunnen und Fontänen zuständig ist.

Sieben Brunnen durch Sponsoren unterstützt

Zwar sei es in jeder Saison "ein neuer Kampf, Sponsoren zu finden". Dennoch ist Richter optimistisch: "Wer einmal einen Obulus entrichtet hat, tut das in der Regeln wieder. Die Anzahl der sprudelnden Brunnen wird 2012 nicht abnehmen". Von den 22 momentan laufenden Brunnen werden sieben durch private Spenden oder die finanzielle Hilfe von Firmen unterstützt.

Neben dem Unitas-Einsatz am "Ausschank" sponsort die Jackpot GmbH den Schwäne-Springbrunnen am Georgiring, die ALL GmbH den Märchenbrunnen am Dittrichring, das Hotel Fürstenhof den angrenzenden Villers Brunnen sowie die Banken am Humboldtplatz das Wasserspiel vor ihren Haustüren. Dem Mägdebrunnen am Roßplatz und dem Brunnen am Eutritzscher Markt wird durch kleinere Privatspenden geholfen.

"Solche Unterstützung ist notwendig, weil die vorhandenen Haushaltsmittel nicht für alle Brunnen reichen. Das ist bedauerlich, denn jeder Brunnen der läuft, verschönert am Ende das Stadtbild", sagt Richter. Am kostenintensivsten in der Unterhaltung seien der Mendebrunnen am Gewandhaus, das neue Wasserspiel der Grimmaischen Straße und der Opernbrunnen. Dieser allein verbraucht 230.000 Liter Wasser im Jahr.

Einzig die Stele am Alleecenter ist derzeit nicht in Bau und trotzdem außer Betrieb: Hier fehlt das Geld, es wird dringend ein Sponsor gesucht. Von den umliegenden Geschäften fühlte sich auf Anfrage der Stadtreinigung aber noch niemand davon überzeugt, finanziell einzuspringen.

Künstler-Witwe erfreut über "Ausschank"-Brunnen

Brigitte Fischer, Witwe des "Ausschank"-Brunnenschöpfers und Leipziger Künstlers Peter Schremmer, ist mehr als erfreut, dass endlich wieder Wasser durch das Kunstwerk ihres Mannes fließt: "Ich bin sehr glücklich und zufrieden, das ist ein besonderer Tag für mich." Im Herzen fühle sie sich ihrem Mann noch immer verbunden, auf dem Weg zum Friedhof käme sie stets am Brunnen vorbei. Dass dieser nun wieder ein ganzes Bild abgibt sei ein "großer erhebender Eindruck".

Der 2008 verstorbene Schremmer hatte den Brunnen 1986 geschaffen. Die Plastik war zunächst in der Kunstausstellung des Grassimuseums ausgestellt, kam aber noch im selben Jahr an seinen jetzigen Standort im Leipziger Süden. 2006 reichte das Geld für den Betrieb dann nicht mehr, weil der städtische Etat für die Grünpflege gekürzt worden war  – der Brunnen wurde abgestellt. Seitdem war die Stadtreinigung auf Spendersuche.

Tobias Ossyra

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