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Wasserstadt Leipzig: Kommune plant weitere Investitionen – Kleine Luppe wird renaturiert

Wasserstadt Leipzig: Kommune plant weitere Investitionen – Kleine Luppe wird renaturiert

Mehr als acht Millionen Euro sollen in diesem Jahr in Leipzigs Wasserwege investiert werden. Die geplanten Maßnahmen sind Teil eines mittelfristigen Sanierungsprogramms und dienen laut Stadtverwaltung Hochwasserschutz und Gewässerentwicklung.

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Spatenstich für das dritte Teilstück des Elstermühlgrabens im September 2013.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Ein Großteil des Geldes wird zur weiteren Freilegung des Elstermühlgrabens benötigt. Das dritte Teilstück soll in diesem Jahr fertig werden. Aber auch an Kleiner Luppe, Karl-Heine-Kanal und am Lößniger Stausee soll in den kommenden Monaten gearbeitet werden. Im Februar muss die Leipziger Ratsversammlung der Verwaltungsvorlage allerdings noch zustimmen.

Seit dem offiziellen Spatenstich im vergangenen September graben Bagger den Elstermühlgraben zwischen Friedrich-Ebert- und Elsterstraße ans Licht. Das dritte Teilstück soll an den bereits gebauten Stadthafen anschließen. Bis zur anvisierten Fertigstellung Ende des Jahres wird nicht nur der etwa 100 Meter lange, neue Wasserlauf gebaut, sondern muss auch die derzeit noch unscheinbare, dann aber wieder „echte“ Westbrücke auf der Friedrich-Ebert-Straße erneuert werden.

Allein 1,2 Millionen Euro sind für die Sanierung der einstmals noch von Karl Heine erdachten Überquerung veranschlagt. Gebaut werden soll im späten Frühjahr. Im Anschluss will die Stadtverwaltung auch die noch nicht geöffneten Abschnitte des Flusslaufes gen Innenstadt angehen. Insgesamt sind im aktuellen Haushaltsplan 6,2 Millionen für die Offenlegung des Elstermühlgrabens vorgesehen. Etwa die Hälfte kommt aus Fördertöpfen.

Schutztor am Karl-Heine-Kanal – Kleine Luppe wird renaturiert

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Blick auf die Nonnenbrücke im Stadtteil Plagwitz.

Quelle: Armin Kühne

Am Karl-Heine-Kanal soll 2014 ein Hochwasserschutztor gebaut werden. Wie es heißt, diene die voraussichtlich an der Nonnenbrücke platzierte und gut 625.000 Euro teure Konstruktion der Absicherung des Lindenauer Hafens und des Elster-Saale-Kanals gegen Hoch- und Niedrigwasser. Finanzielle Unterstützung vom Land muss hier allerdings noch beantragt werden.

Bereits seit 2006 vorbereitet wird die schrittweise Ausmündung der Kleinen Luppe im Norden der Messestadt, um die angrenzenden Auenbereiche stärker zu überfluten und dadurch renaturieren zu können. Auf gut elf Kilometern der Leipziger Seite und auf fünf Kilometern im Schkeuditzer Verantwortungsbereich sollen zahlreiche neue Durchlässe, Brücken und Regelbauwerke entstehen. Für das insgesamt bis Ende 2017 angelegte Projekt „Lebendige Luppe“ sind im aktuellen Haushaltsplan bereits 1,2 Millionen Euro veranschlagt.

Nicht zuletzt will die Stadtverwaltung im Südosten Leipzigs auch die Kapazitäten der stadtnahen Rückhaltebecken verbessern, die im Falle von extremen Hochwasserphasen ungebetenes Nass aufnehmen können. Dazu gehört der auch als „Großer Silbersee“ bekannte Lößniger Stauteich. Die für 2014 vorgesehene Reparatur des Ablaufbauwerkes kostet gut 100.000 Euro, heißt es.

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Die Kleine Luppe auf Höhe der Hans-Driesch-Straße. (Archivfoto)

Quelle: Wolfgang Zeyen

Das mittelfristige Sanierungsprogramm für Leipzigs Wasserwege ist eine Konsequenz des Jahrhunderthochwassers 2002, als die Messestadt noch knapp vor größerer Überflutung bewahrt werden konnte. Das Konzept beinhaltet derzeit Entwicklungsmaßnahmen bis ins Jahr 2025. Insgesamt werden die derzeit veranschlagten Sanierungen und Renaturierungen etwa 48 Millionen Euro kosten, bei bisher bewilligten Fördermitteln in Höhe von 25 Millionen Euro. Zu den Großprojekten der kommenden Jahre gehört neben Elstermühlgraben und Kleiner Luppe auch die weitere Offenlegung des Pleißemühlgrabens.

Matthias Puppe

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