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Lokales Wasserwerke-Skandal: Weiter U-Haft für Heininger
Leipzig Lokales Wasserwerke-Skandal: Weiter U-Haft für Heininger
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17:44 21.06.2010
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Leipzig

Der frühere Geschäftsführer sei zwar abschließend vernommen worden. Sollten es die Ermittlungen aber ergeben, würde er auch erneut befragt.

Heininger gilt als Schlüsselfigur im Debakel um hochriskante Finanzwetten, die der KWL und damit der Stadt bisher Bankforderungen in Höhe von 210 Millionen Euro eingebrockt haben. Insgesamt drohen aus den geplatzten Finanzdeals Forderungen von bis zu 290 Millionen Euro von den beteiligten Banken - darunter die Schweizer Großbank UBS. Heininger hatte unter anderem gestanden, von zwei Managern des Finanzdienstleisters Value Partners bestochen worden zu sein. Es geht um drei Millionen US-Dollar.

Laut Medienberichten gibt es Absprachen zwischen der Staatsanwaltschaft und Heininger bezüglich seines künftigen Strafprozesses. Die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft bestätigte, „es gibt tatsächlich Verständigungsgespräche“, aber keine endgültigen Absprachen. Dies sei gar nicht möglich, weil die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien.

Die hochspekulativen Transaktionen (CDO) hatten die Geschäftsführer Heininger und Andreas Schirmer 2006 und 2007 hinter dem Rücken der Aufsichtsgremien abgeschlossen und damit die KWL zum Kredit-Versicherer gemacht.

Die Stadt will für die Ausfallforderungen nicht aufkommen und hat geklagt, um die Verträge für unwirksam erklären zu lassen. UBS hingegen will sich die Wirksamkeit per Gericht bestätigen lassen und hat ebenfalls geklagt.

dpa

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