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Lokales Wegen E-Autos: LVB bauen 20 Mobilitätsstationen in Leipzig um
Leipzig Lokales Wegen E-Autos: LVB bauen 20 Mobilitätsstationen in Leipzig um
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15:09 04.02.2016
Tino Koch von der Netz Leipzig GmbH testet die umgebaute Ladesäule der LVB am Westplatz. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) haben auf die Funktionsprobleme bei ihren Mobilitätstationen reagiert und 20 der 25 Geräte im Stadtgebiet kurzfristig umgebaut. Das Laden von Elektroautos soll dort nun wieder problemlos möglich sein, da der Anmeldevorgang an den Terminals deaktiviert wurde. „Man kann einfach sein Kabel am Ladepoller anstecken und los geht’s“, sagte LVB-Sprecher Marc Backhaus am Donnerstag gegenüber LVZ.de.

Die LVB und die Stadtwerke begegneten damit der Kritik von Kunden in den vergangenen Wochen, über die LVZ.de ausführlich berichtet hatte. Die für 1,6 Millionen Euro installierten Stationen, an denen auch Fahrräder und Autos ausgeliehen werden können, leiden seit der Inbetriebnahme im vergangenen Sommer unter erheblichen Ausfällen. Häufig sind die Displays „eingefroren“ und lassen sich nicht mehr bedienen. „Wir wollen die E-Auto-Nutzer nicht im Regen stehen lassen“, begründete Backhaus nun die Interimslösung, um zumindest das Stromtanken wieder zu ermöglichen.

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Wie hier am Leipziger Westplatz wurden in den vergangenen Tagen 20 der 25 LVB-Mobilitätsstationen umgebaut, damit E-Autos wieder problemlos geladen werden können.

Die Umbauarbeiten nahmen Techniker der Netz Leipzig GmbH seit Freitag vergangener Woche vor. Dafür mussten lediglich einige Kabel an den Ladepollern umgeklemmt werden. „Zusätzlich wird noch eine Softwareanpassung stattfinden“, erklärte Backhaus an der Station am Westplatz. In der Praxis heißt das für die Kunden: Während bislang der Ladevorgang durch eine Authentifizierung an den blau-gelben Terminals gestartet wurde, fällt dieser Schritt nun weg. „Die Nutzer müssen sich vorübergehend nicht mit einer Ladekarte oder dem Stromticket zum Tanken freischalten“, so Backhaus. Damit könnten auch auswärtige E-Auto-Besitzer die Säulen wieder problemlos anfahren und dort Strom zapfen.

Fünf Stationen wegen Tests vom Umbau ausgenommen

Nicht betroffen von der Änderung sind die fünf Stationen vor der LVB-Zentrale am Georgiring 3 (Zentrum), am S-Bahnhof Gohlis, in der Schnorrstraße/Oeserstraße (Schleußig), am Südplatz (Kochstraße/Südvorstadt) sowie am Straßenbahnhof Angerbrücke (Lindenau). „Dort werden in einem intensiven Test in den nächsten Wochen alle Funktionen nochmals im Realbetrieb überprüft, um weitere detaillierte Erkenntnisse über Fehlerquellen in dem komplexen technischen Gesamtsystem zu erhalten“, kündigte Backhaus an. Die beiden beschädigten Ladepoller am Ostplatz und am Bayerischen Bahnhof sind inzwischen ersetzt worden.

Bis April wollen die LVB die Technik-Probleme an den Mobilitätstationen behoben haben. Dann soll auch der Anmeldevorgang für E-Autos wieder aktiviert werden. „Nicht betroffen von der Änderung sind die rund 140 im Stadtgebiet verteilten Ladepunkte der Leipziger Stadtwerke“, betonte Backhaus. Auch die App „Leipzig mobil“ sowie die Auskunfts- und Buchungssoftware an den Mobilitäts-Terminals bleibe weiterhin nutzbar – vorausgesetzt das Display funktioniert.

Die Standorte aller Mobilitätsstationen sowie Lademöglichkeiten für E-Autos sind auf der Website der Leipziger-Gruppe zu finden. Bei Problemen können sich E-Auto-Nutzer an die LVB-Hotline 0341-4921000 wenden.

Von Robert Nößler

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