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Lokales Wegen Spektakel-Kultur: Leipzig immer beliebter bei jungen Städtern
Leipzig Lokales Wegen Spektakel-Kultur: Leipzig immer beliebter bei jungen Städtern
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17:49 21.05.2015
Die Stadt Leipzig stellte den ersten Statistischen Quartalsbericht 2015 vor. Quelle: Leipzig report
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Leipzig

Die Stadt Leipzig wird immer attraktiver für Zuzügler aus anderen deutschen Großstädten. Auch international wird Leipzig von Städtern als bevorzugter Wohnort stärker wahrgenommen. Zu diesem Schluss kommen die Statistiker der Kommune im aktuellen Quartalsbericht. Im vergangenen Jahr gewann die Stadt 11.422 Einwohner aus Wanderungsbewegungen. Kamen 2010 noch gut die Hälfte der Zuzügler aus den angrenzenden Bundesländern, ist diese Zahl bis 2014 auf 45,2 Prozent gesunken. Immer seltener kommen die Neu-Leipziger aus dörflichen Gegenden.

In Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) befragten die Stadt ihre neu gewonnen Bürger – und erfuhr einiges über den Lebensstil.
Danach gehört die größte Gruppe der Zugezogenen zu den sogenannten Hedonisten. Rund ein Drittel der Neu-Leipziger ist ihnen wissenschaftlich gesehen zuzurechnen. Der typische Hedonist ist um die 30 Jahre alt, legt Wert auf individuellen Ausdruck durch Mode und Musik und schätzt die städtische Club- und Spektakelkultur. Die junge Gruppe zeichne sich außerdem durch Innovationsfreude aus. Materiell gesehen gelten die Hedonisten als konsumorientiert.

Ihre bevorzugten Wohnviertel sind laut Befragung das Zentrum West, Zentrum Süd und die Südvorstadt. Allerdings stehen die beiden letztgenannten Quartiere bei nahezu allen Zuzüglern hoch im Kurs. Die Gruppe der sogenannten Hedonisten unter den Neubürgern hat sich in den vergangenen vier Jahren fast verdoppelt. 2010 betrug der Anteil noch 17 Prozent.

Die zweitstärkste Gruppe, die sich Leipzig als Wohnort aussucht, wird vom UFZ als „Unterhaltungssuchende“ klassifiziert. Ihr Anteil macht knapp ein Fünftel der Neubürger aus. Wer dazu gehört, ist im Durchschnitt 28 Jahre alt und zeichnet sich nach der Systematik der Wissenschaftler durch „Erlebniskonsum, materialistische Statussymbolik und außerhäusliche Unterhaltungsorientierung vor dem Hintergrund einer Deklassierungsbedrohung und Depolitisiertheit“ aus. Die Gruppe ist seit 2010 von neun Prozent auf 19 Prozent gestiegen.

Leipzigs Wachstum liegt im Trend: Sowohl Chemnitz als auch Dresden haben immer mehr Einwohner. Während die Messestadt (plus 11.422) und Chemnitz (plus 3034) hauptsächlich aus den Wanderungsbewegungen an Menschen gewinnen, profitierte die Landeshauptstadt stark vom Geburtenüberschuss. Der Saldo aus Geburten und Sterbefällen lag im Jahr 2014 bei 1208 (Leipzig: 170).

Der vollständige Quartalsbericht kann auf der Webseite der Stadt eingesehen werden.

Evelyn ter Vehn

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