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Lokales Wegweiser für 5500 Leipziger Abc-Schützen
Leipzig Lokales Wegweiser für 5500 Leipziger Abc-Schützen
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07:00 01.08.2016
Der beste Schulweg muss erst ermittelt werden – und dann geübt. Quelle: ADAC
Leipzig

Es ist wie jedes Jahr eine ganz schöne Fleißarbeit: Für fast 5500 Mädchen und Jungen, die in diesem Jahr in Leipzig die Schule kommen, erstellt das Schulverwaltungsamt Pläne für den optimalen Schulweg. Das ist schon wieder ein neuer Rekord: 2015 waren es 4918 Schulanfänger, im Jahr 2014 rund 4800, im Jahr davor 4300. Schon seit vielen Jahren gibt die Behörde den Abc-Schützen und ihren Eltern solche Pläne für einen sicheren Weg zu Schule in die Hand – im Rahmen der Gemeinschaftsaktion „Sicherer Schulweg“ von Stadt, Polizei, Messestadt-Verkehrswacht und Leipziger Volkszeitung.

Herr der Pläne ist Uwe Schöber. Der Experte des Schulverwaltungsamtes kennt sich aus auf den rund 3000 Straßen mit etwa 1700 Kilometern Gesamtlänge im Stadtgebiet. Aber natürlich kann auch er nicht für jeden einzelnen Schulanfänger einen absolut individuellen Schulwegplan erstellen. Die jeweiligen Routenempfehlungen starten mithin nicht zwingend an der eigenen Haustür, sondern etwa an der ersten größeren Straße. Ausgehend von sogenannten Hauptschülerströmen wird etwa geprüft, ob Fußgängerampeln und sichere Überwege für die Schulanfänger vorhanden sind.

Doch damit ist die Arbeit für Schöber noch längst nicht getan. Denn gerade die zahlreichen Baustellen in der Stadt – jährlich gibt es nach Behördenangaben rund 11 000 Baumaßnahmen – können jede noch so schöne Planung durcheinanderwirbeln. Nicht jede dieser Baustellen könne in der Schulwegplanung berücksichtigt werden, so der Behördenexperte. Auch deshalb ist das Thema Sicherer Schulweg für Schöber das ganze Jahr über aktuell. So wurden etwa die Konsequenzen der umfangreichen Baumaßnahme in der Karl-Liebknecht-Straße mit der betroffenen Schule besprochen, ähnlich soll dies auch in Sachen Könneritzstraße gehandhabt werden. Schöber lobt in diesem Zusammenhang seine Kollegen vom städtischen Verkehrs- und Tiefbauamt. Diese hätten bei der Planung von Baustellen und Umleitungen auch stets die Schulwegsicherheit im Blick.

Gegen manche Gefahren auf dem Schulweg helfen aus Sicht der Behörde nur Appelle an die Vernunft. Denn laut Schöber ist es durchaus ein Problem, wenn sehr viele Eltern ihre Schützlinge mit dem Auto zur Schule bringen. Vor den meisten Leipziger Schulen gebe es nicht genügend Parkplätze, um diesen Ansturm aufzufangen. Nicht wenige Eltern halten deshalb in der zweiten Reihe, was für deutlich mehr Autoverkehr vor den Schulen sorge und zusätzliche Gefahren mit sich bringe. Schöber sagt, das Motto sei ja „kurze Wege für kurze Beine“, Schulen sollten sich somit in einem Radius von weniger als zwei Kilometern vom Wohnort befinden. „Ein Großteil der Kinder ist sogar im Ein-Kilometer-Radius wohnhaft.“ Deshalb sei es wünschenswert, wenn Eltern ihre Kinder zu Fuß zur Schule bringen.

Die große Schulanfängerparty der Aktion „Sicherer Schulweg“ findet am 5. August von 10 bis 14 Uhr auf dem Augustusplatz statt. Am 1. und 3. August können Vertreter der Grundschulen die Materialien zum Schulbeginn jeweils in der Zeit von 9 bis 16 Uhr in der Dekra-Niederlassung Leipzig abholen (Torgauer Straße 235).

Von Frank Döring

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