Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Weihnachtstrubel in Leipzig kommt in Fahrt
Leipzig Lokales Weihnachtstrubel in Leipzig kommt in Fahrt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:32 03.12.2015
War am Wochenende freilich Publikumsmagnet: der Weihnachtsmann.  Quelle: André Kempner
Anzeige
Leipzig

Handel und Wandeln in der City – am ersten Adventswochenende hat das Weihnachtsgeschäft da richtig Fahrt aufgenommen. „Die Stadt war voll. Geschenkekauf und Beratung spielten eine große Rolle. Die Umsätze waren wirklich gut“, so die erste Bilanz von Heike Melzer, Geschäftsstellenleiterin von City Leipzig Marketing: „Der Samstag war da erst recht der umsatzstärkste Tag der Woche. Man spürt, die Leute genießen den Service, dass jetzt Kaufhäuser wie Karstadt und Höfe am Brühl abends etwas länger aufhaben – im Kontext mit den längeren Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes. Und man merkt auch, wie sich kleine Läden daran orientieren und eben auch überlegen, ob sie mal länger aufbleiben. Eine Win-Win-Situation für alle.“

So sieht es offenbar auch das Centermanagement der Höfe am Brühl: „Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches und positives erstes Adventswochenende zurück“, lässt es wissen. Dazu beigetragen hätten neben den Weihnachtsangeboten der Händler wohl auch die außergewöhnlich moderne Dekoration.

„Wir waren an dem Wochenende schon mal ganz zufrieden, die Leipziger nehmen uns gut an“, sagt auch Alois Kapauer, der mit dem Südtiroler Dorf auf dem Augustusplatz Premiere hat. Vor allem die typischen Südtiroler Spezialitäten – Kaiserschmarrn etwa - machten das Publikum neugierig. „Jeder Koch macht’s anders, aber unserer wohl gut!“, betonte er. Und weil der Kaiserschmarrn so gut ging, verstärke ab 2. Advent noch eine Spezialistin aus Kapauers Heimat das Leipzig-Team.

„Wir hatten uns mehr erwartet“, gesteht indes Doreen Boden. Sie bereitet für die Dresdner Firma Kühne Krapfen, Kartoffelpuffer und Co. vor der Oper zu. Und machte aus, worüber auch Leipzigs Wochenmarkthändler auf „ihrem Ausweichplatz“ schon klagten: „Es ist ein Durchgangsplatz, die Leute laufen von hier eher in die City“, so Boden. „Zugleich mangelt es an weihnachtlichem Flair.“ Die Buden seien minimalst dekoriert, Weihnachtsmusik so über allem fehle.

In der Grimmaischen Straße würde Elke Thiess das vergangene Wochenende verkaufstechnisch indes „auf einer Skala von eins bis fünf mit zwei“ bewerten. Sie steht für die Töpferein Hartmut Ehrhardt aus Sachsen-Anhalt hinterm Budentisch. „Ich merke, die Leute schätzen das Regionale und dass wir eben keine Kette sondern eine private kleine Töpferei sind, wo es Unikate gibt.“

„Ich war am Wochenende zwar nicht im Einsatz, aber die Kollegen erzählten, dass es mit der Kundschaft nicht übermäßig, eher so ,normal‘ war“, so Evelyn Höhne von der Leipziger Firma Stein, die an einem Stand kurz vorm Markt wärmende Socken verkauft.

„Nach etwas verhaltenem Beginn am Donnerstag und Freitag war das Wochenende für die Händler und Gastronomen sehr erfolgreich, Samstag wurde die verlängerte Öffnungszeit gut angenommen“, schwört indes Marktamtschef Walter Ebert. Die Prämierung als Gewinner des großen LVZ-Glühweintestes habe unter anderem dem ebenfalls aus Südtirol stammenden Willi Wenin einen Umsatz-Schub gleich zum Wochenende: viele Besucher verlangten gezielt den „Testsieger“. „Wir sind sicher, dass spätestens am Samstag, mit der Einfahrt des Weihnachtsmannes per Dampflok der 52er-Baureihe in den Leipziger Hauptbahnhof, die Besucher in den Augen ihrer Kinder gesehen haben: Jetzt ist Weihnachten!“, so Ebert.

Von Angelika Raulien

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) galt lange als Sorgenkind in der kommunalen Firmenfamilie. Eine Milliarde Euro Schulden belasteten das Unternehmen noch vor einigen Jahren. Inzwischen hat sich der größte Vermieter in der Messestadt (34700 Wohnungen im Kernbestand) zum Musterschüler gewandelt. Das geht aus dem soeben erstmals veröffentlichten Umsetzungsbericht zu den Eigentümerzielen des Unternehmens hervor.

30.11.2015

51 Geschichten voller Erinnerungen und witziger Alltagsgeschichten auf 156 Seiten. Das ist das Ergebnis von „So war das damals ... – Leser erzählen aus ihrer Jugendzeit“. Am Montag ist das neue Buch den Autoren und vielen interessierten Lesern der Leipziger Volkszeitung (LVZ) vorgestellt worden.

30.11.2015

Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig zeigt vom 2. Dezember bis 6. März 2016 in einer Studioausstellung Fotos zur Entstehungsgeschichte des Hauptbahnhofs, der am 4. Dezember 1915 eröffnet wurde – und damals gleich vier Vorgänger-Bauten ersetzte. Auch zwei Meißner Deckelvasen aus dem fürstlichen Wartesaal und eine Wackel-Pagode (Buddha-Figur) sind zu sehen.

03.12.2015
Anzeige