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Lokales Weihnachtswetter zu Ostern: Nur 1845 und 1883 war der März in Leipzig kälter
Leipzig Lokales Weihnachtswetter zu Ostern: Nur 1845 und 1883 war der März in Leipzig kälter
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11:20 29.03.2013
Aus der Not heraus: Statt Frühblüher stehen jetzt Schneehasen in Leipziger Vorgärten. Quelle: Matthias Roth
Leipzig

Bis zu sieben Zentimeter Neuschnee sind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in der Messestadt gefallen.

„Der Schnee ist schnell zusammengesackt, sonst wären es bestimmt zehn Zentimeter gewesen“, sagte DWD-Mitarbeiter Sebastian Wlodarczyk gegenüber LVZ-Online. Im Boden sei aber kein Frost mehr vorhanden. Dadurch habe der Schnee sofort begonnen von unten zu tauen. Bis zum Abend könnten aber drei weitere Zentimeter noch hinzukommen. Einige Leipziger machten aus der Not eine Tugend und bauten statt Schneemänner Schneeosterhasen in ihre Vorgärten.

Leipzig. Weihnachtswetter zur Ostern in Leipzig: Der Winter lässt sich einfach nicht vertreiben. Ganz im Gegenteil: In der Nacht zu Karfreitag hat er noch einmal ordentlich nachgelegt. Bis zu sieben Zentimeter Neuschnee sind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in der Messestadt gefallen.Bis Mitte nächster Woche ist keine Besserung in Sicht. Der März 2013 liegt mit seinen tiefen Werten auf Rekordkurs. Nur 1845 und 1883 war es kälter.

Nur kurze Zeit dauerte es beispielsweise, bis einer der weißen Langohren in Markkleeberg freundlich die Passanten anblickte. „Ostern und Schnee ergibt Schneehasen“, dachte sich eine Familie in der Robert-Blum-Straße und formte kurzerhand den winterlichen Meister Lampe. Geschmückt mit Tannenzapfen und einem kleinen Frühlingskorb erfreute der Hase nicht nur die Kinder sondern gleich die gesamten Nachbarschaft.

Wlodarczyk vom DWD dagegen hat für die nächsten Tage keine guten Nachrichten. „Es deutet nichts auf den Frühling hin“, so der Wetterexperte. Am Ostersonntag sorgt eine Nordströmung noch einmal für Frost und starke Bewölkung. Voraussichtlich bis Mitte nächster Woche bleibt es kalt, mit Minuswerten in der Nacht und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt am Tage. Für die Zeit danach ließen sich noch keine seriösen Aussagen machen.

Winterwetter am Karfreitag

„Dieser März ist wirklich rekordverdächtig“, berichtete Wlodarczyk. In Leipzig betrage die Durchschnittstemperatur bis jetzt minus 1,2 Grad. Das langjährige Mittel, bei diesem Werten betrachten die Meteorologen einen Zeitraum von 30 Jahren, weise für die Messestadt 3,8 Grad auf.

Der DWD hat deshalb auch alte Aufzeichnungen herausgesucht und Angaben bis ins 19. Jahrhundert zurück verglichen. Laut Wlodarczyk war der März nur in den Jahren 1845 (minus 4,2 Grad) und 1883 (minus 1,8 Grad) im Durchschnitt kälter. Das Jahr 1865 weise denselben Wert auf wie 2013.

Winter im Leipziger Zoo

Matthias Roth / maf

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