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Lokales Weiter keine Klarheit zu Quelle-Zukunft in Leipzig
Leipzig Lokales Weiter keine Klarheit zu Quelle-Zukunft in Leipzig
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14:58 23.10.2009
Leipzig

Die Mitarbeiter seien informiert worden, dass sie Ende Oktober noch einmal Geld bekommen, sagte Betriebsratschef Steffen Schmidt im Anschluss an die Versammlung. Was von November an geschehe, sei ungewiss. Von den insgesamt 800 Beschäftigten in Leipzig hatten 150 ihre Kündigung bereits vor einigen Tagen bekommen.

„Die Mitarbeiter sind informiert worden, was passieren könnte, aber was passieren wird, weiß man nicht“, sagte Schmidt. Es sei unklar, ob die Auslandstöchter und ein Dritt-Kunde weiter von Leipzig aus beliefert werden könnten. Der Leiter des Zentrums, Winfried Lunz, äußerte sich zurückhaltend: „Es ist zu früh, über die Zukunft der Logistik was zu sagen.“ 60 Prozent des Versandvolumens seien weg, wenn Quelle in Deutschland abgewickelt sei.

Unterdessen hat die Arbeitsagentur direkt im Verteilzentrum Leipzig mit der Beratung der Betroffenen begonnen. Die Zahl der Mitarbeiter sei von 15 auf 22 Mitarbeiter aufgestockt worden, sagte Sprecher Hermann Leistner. „Die Situation ist sehr komplex und sehr traurig.“ Für Beratung und Hilfe beim Ausfüllen der Formulare waren zunächst die bereits Gekündigten eingeladen worden. „Es gibt Stellen, aber leider zu wenige“, sagte Leistner. Die Agentur habe aber auch schon Anrufe von Firmen bekommen, die Quelle-Mitarbeiter übernehmen wollten.

Sachsens Regierung will potenzielle Investoren für das Versandzentrum unterstützen und den Logistikstandort Leipzig weiterentwickeln. Das Aus für Quelle müsse noch nicht zwingend bedeuten, dass dies auch das Ende des Konzernstandortes Leipzig nach sich ziehe, sagte Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) der „Leipziger Volkszeitung“ (Donnerstag).

dpa

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