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Lokales „Welthauptstadt des Buches“ – Leipzig soll’s werden
Leipzig Lokales „Welthauptstadt des Buches“ – Leipzig soll’s werden
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12:22 15.03.2017
Riesenandrang jedes Jahr zur Buchmesse – Leipzig soll sich um den Titel „Welthauptstadt des Buches bewerben“, so der Verein Medienstadt Leipzig  Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

 Leipzig soll sich bei der Unesco um den Titel „Welthauptstadt des Buches 2020“ bewerben. Das hat der Verein Medienstadt, der jetzt dafür wirbt, in einem Brief an Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) angeregt. „Wir leben in einer einzigartigen Buchstadt. Insofern wäre es nur natürlich, wenn Leipzig dies vor aller Welt von der Unesco auch anerkannt bekäme“, betont Professor Wolfgang Kleinwächter, der Vorstandsvorsitzende des Vereins, der sich 1990 gegründet hat. Der Titel „Unesco World Book Capital“ würde den Bekanntheitsgrad Leipzigs steigern. Das passe seiner Ansicht nach auch zur Strategie von Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Die Linke), die eine größere Internationalität des Leipziger Kulturlebens anstrebt.

Kleinwächter und seine Mitstreiter vom Verein Medienstadt werben derweil um Mitstreiter – wollen beispielsweise die Leipziger Messe mit ihrem alljährlichen Zugpferd Buchmesse für die Idee begeistern. Aber auch Haus des Buches, Deutsche Bücherei, Festival „Leipzig liest“, Hörspielsommer, Verlage, Druckereien, Museen und Buchhandlungen und das Deutsche Literaturinstitut gehören laut Verein Medienstadt zu den Angeboten, mit denen Leipzig punkten kann. „So ein Titel steht der Stadt sicherlich gut zu Gesicht, deshalb stehen wir für Gespräche bereit“, sagt Ruth Justen, die Sprecherin der Leipziger Buchmesse. Allerdings müssten zunächst die Rahmenbedingungen geklärt werden, bevor die Messe ihre Rolle dabei definieren kann.

Erste Welthauptstadt des Buches war übrigens Madrid (2001). Seither ist der Titel 17-mal verliehen worden, darunter an Montreal, Turin, Buenos Aires, New Delhi, Amsterdam und Beirut. Welthauptstadt des Buches ist derzeit Breslau, für 2018 ist Athen vorgesehen. Die Unesco zeichnet mit diesem Titel Städte aus, die sich während eines Jahres in besonderer Weise um Werbung fürs Buch und fürs Lesen verdient machen. „Eine deutsche Stadt war allerdings noch nicht dabei“, so Kleinwächter. Um das zu ändern, wurde inzwischen auch die Deutsche Unesco-Kommission aktiv, die über den Deutschen Städtetag alle ihre Mitglieder über diese Möglichkeit informiert hat. Unterlagen müssen bis März 2017 eingereicht werden.

Leipzig hat derzeit aber noch andere Bewerbungen am Start. So greift die Musikstadt mit einem Verbund an Musikstätten nach dem Europäischen Kulturerbe-Siegel – was bereits durch die Kultusministerkonferenz der Länder unterstützt wird. Getragen wird dieses Vorhaben von der Notenspur-Initiative, die durch innovative Projekte nachweisen möchte, wie Musik in der Bürgerschaft nach wie vor gelebt wird. Noch nicht endgültig geklärt ist, ob Leipzig in das Rennen um den Titel Kulturhauptstadt 2025 einsteigt. Dresden und Magdeburg haben das bereits entschieden. Zu einem Stadtratsantrag der Leipziger Linken wurde noch nicht endgültig votiert. Der Verein Medienstadt hatte auch angeregt, die Auszeichnung „Unesco City of Music“ anzustreben. Von 15 Städten, die diesen Titel mittlerweile tragen, stammen mit Mannheim und Hannover zwei aus Deutschland. Eine weitere habe in den nächsten Jahren wenig Chancen, räumt Kleinwächter ein.

Von Mathias Orbeck

Alle Infos zur Leipziger Buchmesse 2017 finden Sie in unserem Special!

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