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Weltpremiere für „Operationssaal der Zukunft“ - Leipziger Mediziner erhalten Innovationspreis

Weltpremiere für „Operationssaal der Zukunft“ - Leipziger Mediziner erhalten Innovationspreis

Der Leipziger Manfred Remer ist stolz: Der Ort, an dem er vor 14 Tagen am Ohr operiert worden war, ist seit Donnerstag „Ausgewählter Ort“ im „Land der Ideen“.

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In Leipzig feierte am Donnerstag der "Operationssaal der Zukunft" Premiere. Das International Reference and Development Centre for Surgical Technology (IRDC) erhält dafür den Innovationspreis „Ausgewählter Ort“ im „Land der Ideen“.

Quelle: dpa

Leipzig. Gemeint ist das International Reference and Development Centre for Surgical Technology (IRDC) - übersetzt: internationales Entwicklungs- und Referenzzentrum für Medizintechnologie. Es findet sich in der Käthe-Kollwitz-Straße, da, wo außen Acqua-Klinik dransteht.

In den alten Villenmauern wurde am Donnerstag nicht nur besagter Titel des gleichnamigen, bundesweiten Innovationswettbewerbs verliehen. Da feierte öffentlich auch die nächste Generation des „Operationssaals der Zukunft“ Weltpremiere im klinischen Betrieb.

Mit Remer, der gekommen war, um anzuschauen, was er „durch die Narkose vor einigen Tagen verschlafen“ hatte, stapften zig Gäste durch die (in der Fachwelt bereits bis Washington berühmten) zwei Leipziger Hightech-Vorzeige-OPs. Da war wiederum Hausherr Gero Strauß sehr stolz. Ein ums andere Mal wuselte er demonstrierend um einen aufs funktionalste von raffinierten Techniksystemen umgebenen OP-Tisch, auf dem Patient Remer nun schon mal lag. Dabei sorgen auf dem „Befehlsstand“ des Chirurgen - dem Surgical Deck - HD-Monitore für mehr Durchblick.

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Leipzig. Der Leipziger Manfred Remer ist stolz: Der Ort, an dem er vor 14 Tagen am Ohr operiert worden war, ist seit Donnerstag „Ausgewählter Ort“ im „Land der Ideen“. Im International Reference and Development Centre for Surgical Technology (IRDC) feierte am Donnerstag öffentlich die nächste Generation des „Operationssaals der Zukunft“ Weltpremiere im klinischen Betrieb.

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Hochpräzise Steuerungstechnik, automatischen Warnsysteme im Hintergrund - so navigiert der Operateur noch exakter und sicherer durch empfindliches Gewebe, vorbei an Blutgefäßen und Nerven. In Echtzeit kann er detaillierte Infos zum Patienten wie Vitalparameter sowie Bilder aus dem Körperinneren verfolgen. Und, als Laie vermag man’s  zwar nicht so einzuschätzen: Aber die Experten lobten ausdrücklich die getrennten Arbeitsbereiche für Anästhesie- und chirurgische Crew („weil das für mehr Klarheit“ im OP-Prozess sorge), sowie zwei in Reichweite vom OP-Tisch installierte Notfallboxen, die auf Knopfdruck lebensrettendes Werkzeug - einen Defibrilator etwa - „ausspucken“.

Zudem unterstütze auf Wunsch die Navigations- und Überwachungstechnik des weltweit ersten „Surgical Management and Guidance Systems“ die Chirurgen bei komplizierten oder ermüdenden Operationsabschnitten. Ebenso könne das System einzelne OP-Schritte oder Alternativrouten vorschlagen, erklärte IRDC-Chef Strauß. Der Professor ist auch Entwicklungsvorstand am Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS) der Leipziger Uni-Medizinfakultät, das maßgeblich an den medizintechnologischen IRDC-Innovationen beteiligt ist.

Weil die Stadt damit als Medizinstandort auch international punktet, Stolz pur auch an der Uni: „Nicht zuletzt können hier Chirurgen aus aller Welt in modernstem Umfeld neue OP-Techniken trainieren. Ein fruchtbares Ergebnis der Zusammenarbeit hoch spezialisierter Fachleute“, freute es Professor Andreas Dietz, Chef der hiesigen HNO-Uniklinik sowie der IRDC-Academy. Namentlich zielte er da etwa auf Spezialisten der Leipziger wie Münchener Universität, des Unternehmens Karl Storz (Tuttlingen) nebst Dräger Medical (Lübeck) und jene der Leipziger HTWK ab.

„Sicher werden von unseren Entwicklungen hier künftig weitere chirurgische Disziplinen profitieren“, so Dietz. Doch zunächst einmal erfolgt der demonstrierte klinische Einsatz des beschriebenen Super-OPs aber in der Hals-Nasen-Ohren-, in der Neuro- sowie Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Und im Hinblick auf sein Ohr meinte Patient Remer schon mal: „Bestens! Also mir bekam das bestens!“ 

Angelika Raulien

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