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Weltrekordversuch in Leipzig: Gratis-Konzerte an 60 Orten bei Hausmusik-Nacht

Samstagabend Weltrekordversuch in Leipzig: Gratis-Konzerte an 60 Orten bei Hausmusik-Nacht

Vom Wohnzimmer bis zur Galerie, von der Praxis bis zur Garage: An 60 privaten Orten finden zur Notenspur-Nacht der Hausmusik am Samstagabend Konzerte statt. Leipzig könnte damit einen neuen Weltrekord aufstellen. Auch Kurzentschlossene können bei freiem Eintritt noch dabei sein.

Am Samstagabend verwandeln sich Leipziger Wohnungen in kleine Konzertsäle. Zur Notenspur-Nacht der Hausmusik soll an 60 Orten gleichzeitig musiziert werden - das wäre Weltrekord.
 

Quelle: Kempner

Leipzig. 60 Konzerte in 30 Stadtteilen, rund 300 Mitwirkende und mehr als 1000 erwartete Besucher: In Leipzig soll am Samstagabend ein neuer Weltrekord aufgestellt werden. Bei der Notenspur-Nacht der Hausmusik könnte die bisherige Höchstmarke für die „meisten gleichzeitig stattfindenden Konzerte an verschiedenen Orten in einer Stadt“ fallen. Seit 2011 hält Ankara den Guinness-Rekord mit 41 Live-Auftritten. Zum 1000-jährigen Jubiläum will ihn Leipzig der türkischen Hauptstadt abjagen.

Vom Wohnzimmer bis zur Galerie, von der Arztpraxis über Studios und Werkstätten bis zur Garage: Die verschiedensten privaten und halböffentlichen Orte werden bei der Premiere der Hausmusik-Nacht zeitgleich ab 19 Uhr zur Konzertbühne. Klassik-Auftritte im kleinen Rahmen stehen dabei am Samstagabend ebenso auf dem Programm wie Akustik-Konzerte von Indie- und Folk-Bands, Jazz-Formationen, Songwritern oder Solo-Akkordeonisten. Der Eintritt ist überall gratis, ein Besuch mehrerer Veranstaltungen jedoch nicht möglich. Die familiäre Atmosphäre soll nicht durch zu viel Bewegung gestört werden.

Notenspur-Hausmusik gibt es auch im Atelier von Wolf-Dieter Trümpler in der Windorfer Straße 50

Notenspur-Hausmusik gibt es auch im Atelier von Wolf-Dieter Trümpler in der Windorfer Straße 50.

Quelle: Kempner

Noch freie Plätze für Spontanbesucher

Besucher konnten sich vorher online anmelden. Die Nachfrage für die rund 1150 Plätze im Internet-Portal der Notenspur sei groß gewesen, berichtete Initiator Professor Werner Schneider am Freitag gegenüber LVZ.de. Rund 900 Plätze seien auf der nach Stadtteilen geordneten Online-Seite bereits vergeben, knapp 40 der 60 Konzertorte damit schon ausgebucht. Es gibt aber noch Restplätze. Die Anmeldefrist wurde daher noch einmal bis Freitagabend verlängert. Auch Kurzentschlossene können dabei sein: Der Besuch von sieben Konzerten (siehe Liste am Ende des Textes) ist ohne Voranmeldung möglich.

Hochkultur und Soziokultur wollen die Organisatoren zusammenbringen und dabei die Musikstadt-Tradition Leipzigs aufleben lassen. „Es geht um das Miteinander“, sagt Schneider, der Vorsitzender der Notenspur-Initiative und des zugehörigen Fördervereins ist. „Bei den Konzerten schaffen wir etwas Gemeinsames, wie in einer kleinen Familie“, so der Professor, der in Physik an der TU Dresden lehrt und im Mai 2012 die Notenspur durch die Leipziger Innenstadt startete. Diese erinnert mit in den Boden eingebrachten Metallintarsien vor den Gebäuden an deren frühere musikalischen Bewohner.

Das Plakat für die Notenspur-Nacht am 21

Das Plakat für die Notenspur-Nacht am 21. November mit dem Gemälde „Hausmusik“ des Malers Reiner Cornelius.

Quelle: Reiner Cornelius

Rekordinstitut überwacht Ablauf

Auf große Namen haben die Veranstalter am Samstag bewusst verzichtet. „Vom Musikschüler bis zum Gewandhausmusiker ist alles dabei“, sagt der Notenspur-Chef. Alle musizieren ohne Gage. Zu den bekannten Mitwirkenden dürfte Komponist Günter Neubert gehören. Er lädt in einer Schleußiger Wohnung auf Basis der Erzählung „Der singende Fisch“ von Schriftsteller Werner Heiduczek zur Vertonung von Wasser-Liedern mit Piano-Begleitung. Dabei sind auch die Besucher gefragt: Sie können mit vorhandenen oder mitgebrachtem Instrumenten zur Musik improvisieren. Heiduczek selbst ist ebenfalls zu Gast.

Um die Eintragung ins Guinness-Buch zu schaffen, wird der Abend vom Rekordinstitut für Deutschland (RID) überwacht. Rekordrichter Rolf Allerdissen aus Leipzig ist mit vor Ort und dokumentiert den Ablauf. Für Schneider ist die Rekordmarke allerdings nur ein „i-Punkt, ein Sahnehäubchen“, wie er sagt. „Das war nicht der Grund für die Veranstaltung“, betont der Professor. „Die Musik verbindet uns. Und das wollen wir an diesem Abend zeigen.“

www.notenspur-leipzig.de/hausmusik

Hier gibt es noch freie Plätze für Spontanbesucher:

Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich. Die Gastgeber gewähren Einlass, solange die Plätze reichen.

Zentrum (Veranstaltung Nr. 01) Hainstraße 10, 04105 Leipzig, Blüthner Klavierschule, „Leipzig spielt Klavier“ – Werke für Kenner & Liebhaber, Von Klassik bis Pop, allein und im Ensemble

Zentrum-Nord (Veranstaltung Nr. 48) Eutritzscher Straße 12, 04105 Leipzig, Malerei-Atelier, „Ein stillvergnügtes Streichquartett“, Werke von L. Boccherini, E. Mayer, W. A. Mozart

Lindenau (Veranstaltung Nr. 53) Lützner Straße 85 (Kulturwarenfabrik), 04177 Leipzig, Rockin` Accordions, Musik von Klassik über Tango, Weltmusik bis Rock-Jazz (Akkordeon, Keyboard, Drums)

Plagwitz (Veranstaltung Nr. 16) Spinnereistraße 7, Gebäude 20, Eingang E, 04179 Leipzig, Studio BelCanto, „BelCanto von Italien nach Frankreich“, Italienische Lieder und französische Chansons, Kompositionen von A. Scalarti, G. Puccini , F. Biscione, C. Debussy… (Gesang, Klavier, Malerei)

Plagwitz (Veranstaltung Nr. 55) Spinnereistrasse 7, Gebäude 21, Erdgeschoss, 04179 Leipzig, Atelier: salon 21-Spinnerei, Saxony ducks/Gela-HüteSolo-Akkordeonmusik verschiedenster StileVon Klassik, franz. Chansons und Musette, Balkanmusik, Tangos, Evergreens bis Jazz.

Plagwitz (Veranstaltung Nr. 56) Gießerstraße 75, 04229 Leipzig, Atelier „KUNST UND CASH“, Country-Balladen von Johnny Cash und anderen Künstlern (B. Dylan, K. Kristoffersen, Tom Paxton, D. Parton, B. Springsteen, T. VanZandt ...), sowie Oldies (Western-Gitarre, Gesang)

Mockau (Veranstaltung Nr. 23) Mockauer Straße 44, 04357 Leipzig, Bürgerverein Leipzig Nordost e.V., „Alle Tage meines Lebens“, Solistin Ines Reintzsch singt Lieder, geprägt durch Jahres- und Lebenszeiten, und lädt ein, sich mit ihr gemeinsam an schöne Augenblicke zu erinnern, an herausfordernde Situationen, an Momente, in denen man über sich lachen kann.

Von Robert Nößler

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