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Lokales Weniger Leipziger beziehen Hartz-IV – Armutsrisiko für Kinder bleibt hoch
Leipzig Lokales Weniger Leipziger beziehen Hartz-IV – Armutsrisiko für Kinder bleibt hoch
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21:42 27.06.2016
Das Armutsrisiko von Kindern bleibt in Leipzig ein großes Problem (Symbolfoto) Quelle: dpa
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Leipzig

Leipzigs Bevölkerung wächst, bleibt aber trotz mehr Jobs und leicht gestiegener Einkommen vergleichsweise arm. So lassen sich die Zahlen zum Lebensunterhalt zusammenfassen, die die Stadt im Rahmen des Sozialreports 2015 am Montag vorgelegt hat. Ein Großteil der erhobenen Daten bezog sich dabei auf das Jahr 2014.

Demnach sank die Zahl der Arbeitslosen. Ende 2014 lag ihre Quote bei 9,4 Prozent, ein Jahr zuvor waren es noch 10,3 Prozent. Zugleich erhöhte sich das Nettoeinkommen pro Haushalt um 113 Euro auf 1662 Euro pro Monat. Dieser Wert liegt aber deutlich unter den 2509 Euro, den das statistische Bundesamt im gleichen Jahr für alle Neuen Bundesländer inklusive Berlin ermittelte.

Die Zahl der Leipziger, die Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) bezogen, sank 2014 auf 69.355 Personen. Ihr Anteil an den unter 65-Jährigen lag damit bei 16,6 Prozent. Umgekehrt stieg allerdings die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter um 219 auf insgesamt 4037 Personen.

Ein weiteres Problem bleibt das Armutsrisiko für Kinder. 26,3 Prozent aller unter 15-Jährigen bekamen 2014 Sozialgeld. Das ist zwar ein leichter Rückgang um 0,7 Prozent. Im deutschlandweiten Vergleich blieben aber laut dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung 27 Prozent der unter 18-jährigen Leipziger armutsgefährdet. Das ist der dritthöchste Wert nach Bremen (33 Prozent) und Sachsen-Anhalt (28,7 Prozent). Die niedrigste Kinderarmut wies laut dem WSI der Regierungsbezirk Oberbayern auf. Dort lag die Quote nur bei 9,1 Prozent.

2014 gingen für Jugendliche rund 19.500 Anträge auf Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket ein, nahezu ebenso viele wie im Vorjahr. Laut Stadtverwaltung wurden allerdings mehr Zuschüsse bewilligt. Bei der Schülerbeförderung etwa seien die Leistungen verdoppelt worden.

Auch die Nachfrage nach dem Leipzig-Pass bleibt hoch. 2014 nutzten 61.221 Messestädter dieses Angebot, etwa 11,1 Prozent der Bevölkerung. 2015 stieg ihre Zahl auf 62.250 Personen, zugleich nahm ihr Anteil wegen des Bevölkerungswachstums leicht auf 11 Prozent ab.

chg

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