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Lokales Weniger Winterschäden in Leipzig als befürchtet
Leipzig Lokales Weniger Winterschäden in Leipzig als befürchtet
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00:18 26.02.2017
Wie diese in der Karl-Heine-Straße sehen viele Fahrbahnen aus: Provisorische Schlaglochfüllungen brechen wieder auf und müssen neu verfüllt werden. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Wer auf Leipzigs Straßen unterwegs ist, merkt es sofort: Der Schnee ist weg und die Schlaglöcher sind da. Angesichts der langen und strengen Frostperiode im Januar war dies befürchtet worden – doch die Experten des städtischen Verkehrs- und Tiefbauamtes (VTA) geben inzwischen Entwarnung. Die Schäden seien nicht zahlreicher als in den vergangenen Jahren, heißt es dort. Auch das im Haushalt eingestellte Geld für die Winterschadensbeseitigung reiche aus – zumindest aus aktueller Sicht.

Viele Autofahrer hatten lange Zeit andere Eindrücke. So nervte unter anderem ein großes und tiefes Schlagloch in der stadtauswärtigen Fahrspur des Dittrichringes mehrere Wochen lang täglich Zehntausende Autofahrer. Pendler klagten, die Stadt sei nicht einmal an solchen stark befahrenen Stellen in der Lage, für optimale Bedingungen zu sorgen.

In der Nacht zum Mittwoch rückten jetzt dort Bauarbeiter an, frästen einen großen Bereich des Asphaltbelages aus und schlossen das Mega-Schlagloch akkurat. „Dort waren auch tiefer gelegene Schichten geschädigt“, kommentiert Amtsleiter Michael Jana die späte Aktion. „Eine provisorische Beseitigung war aufgrund des Schadbildes und der Verkehrsbelastung leider nicht möglich.“

Auch darüber hinaus gibt Jana Entwarnung. Der Umfang der bislang entstandenen Schäden entspreche dem der vergangenen Jahre, sagt er. Trotz der diesmal längeren Frostperiode seien nicht deutlich mehr Winderschäden an den Verkehrsflächen zu verzeichnen.

Es gibt auch schon eine Erklärung dafür, warum die Winterschäden geringer sind als befürchtet. „Schlaglöcher bilden sich vor allem, wenn es bei knapp über Null Grad Celsius regnet und der Regen dann anschließend knapp unter Null gefriert“, schildert Sprecher Marc Backhaus die Erfahrung der Bauabteilung der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB). „Diese ständigen Wetterwechsel waren in diesem Winter nicht häufiger als in den vergangenen Jahren.“ Längere strenge Frostperioden – wie diesmal auftraten – würden den Fahrbahnen nicht so stark zusetzen wie solche ständigen Wetterwechsel um den Gefrierpunkt.

Die entstandenen Winterschäden wurden inzwischen bei den turnusmäßig durchgeführten Straßenkontrollen erfasst und in das laufende Instandhaltungsprogramm aufgenommen, heißt es im VTA. „Die dauerhafte Schadstellenbeseitigung folgt, sobald die Witterungsbedingungen eine fachgerechte Instandsetzung zulassen“, sagt Amtsleiter Jana. „Dazu sind dauerhaft Temperaturen im deutlichen Plusbereich und Trockenheit erforderlich.“

Auch in diesem Jahr seien Gefahrenstellen beziehungsweise erhebliche Schadstellen im Hauptstraßennetz zunächst provisorisch beseitigt worden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Dafür sei auch das relativ teure Kaltmischgut eingesetzt worden. „Die Haltbarkeit solcher Reparaturen ist leider begrenzt“, so Jana. „Daher bringen wir Kaltmischgut lediglich für die Gefahrstellenbeseitigung ein.“

Im städtischen Haushalt stehen für die Straßenunterhaltung – zu der die Winterschadensbeseitigung gehört - in diesem Jahr rund 5,2 Millionen Euro bereit. Die se Summe muss aber auch noch für diverse andere Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen ausreichen, ebenso für die Bewirtschaftung von Leipzigs Straßenentwässerungsanlagen. „Mit diesen Mitteln können wir die gegenwärtig bereits aufgetretenen Winterschäden beseitigen“, betont der Amtsleiter. Weil der Winter noch nicht endgültig vorbei ist, sei diese Einschätzung aber noch vorläufig.

Auch die Leipziger Verkehrsbetrieben haben die Schäden an ihren Gleisbereichen aufgenommen. „Wir arbeiten sie jetzt nach ihrer Dringlichkeit ab“, so Sprecher Backhaus.

Von Andreas Tappert

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