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Lokales Wenn Lebensmittel wirklich leben: Leipzigerin findet Motten im Paniermehl
Leipzig Lokales Wenn Lebensmittel wirklich leben: Leipzigerin findet Motten im Paniermehl
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01:00 24.09.2013
Wer daheim die erste Motte entdeckt, sollte handeln. Quelle: dpaBildfunk

Nachdem sie alles weggeworfen hatte, war Ruhe mit den Plagegeistern.

Aber damit ist es in vielen Fällen nicht getan. Andree Szymanowski, Verkaufsleiter der Rentokil-Schädlingsexperten-Filialen Berlin/Leipzig, hat regelmäßig mit solchen Fällen zu tun: Nüsse im Adventskranz, Tee oder Kaffee in der Blechdose, Deko-Sand in einer Schale, offene Schokoladenpackungen werden von Motten heimgesucht. "Vorratsschädlinge leben nicht draußen im Busch. Sie brauchen das spezifische Substrat, um zu leben. Einzelne Motten in der Wohnung sind also schon ein Anlass, sich genauer damit zu befassen."

Lebensmittelmotten kommen in deutschen Haushalten oft vor. Eingeschleppt werden sie meistens durch die Menschen selbst in frisch gekauften Waren wie Mehl oder Müsli, besonders auch in Bioprodukten. Diese sollten daher, bevor sie in stabile Behältnisse umgefüllt werden, immer auf möglichen Befall untersucht werden.

Am häufigsten verbreitet ist neben der Mehlmotte die Dörrobstmotte. Beide Arten legen ihre Eier stets in die Nähe der Nahrung ab, so dass die Larven keinen weiten Weg zurücklegen müssen. "Die Verpuppung der Larven findet stets am höchsten erreichbaren Ort statt. Also sollte die untere Seite von Regalbrettern und Wandnischen gründlich untersucht werden, sobald fliegende Exemplare auftauchen", rät Szymanowski. Die Vermehrung und Entwicklung der Schädlinge sei vor allem nahrungs- und temperaturabhängig. "Da aber im Winter heutzutage viel geheizt wird, verteilen sich die Kundenanfragen bei uns auf das ganze Jahr." Zum Schutz vor Lebensmittelmotten rät der Experte, Vorräte regelmäßig zu überprüfen.

Wenn ein Haushalt einmal befallen sei, müsse man konsequent handeln. "Zuerst muss das Insekt identifiziert werden, um anschließend die Nahrungsquelle finden zu können", sagt der 36-Jährige. Manchmal reiche es, die entsprechenden Lebensmittel wegzuschmeißen, bei extremem Befall sollten Experten gerufen werden, die die Eier und Larven effektiv absaugen. Im Anschluss dienen Pheromonfallen der Beobachtung, ob der Befall wirklich beendet ist. Die Fallen arbeiten mit Sexualduftstoffen und locken männliche Motten an. Welche Maßnahmen ergriffen werden, hänge von der Toleranzgrenze der Kunden ab, sagt Szymanowski - und wie lange sie die Insekten schon in ihrem Haushalt erduldet haben.

Die Firma Rentokil bietet Smartphone-Besitzern eine kostenlose App zur Schädlingsbestimmung. Im App-Store ist der Service unter dem Namen "iSchädling" und im Google Play Store unter "Schädlingsbestimmung" zu finden. Weitere Infos auf www.rentokil.de.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.09.2013

Leonie Ebert

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