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Lokales Wenn die Straßenbahn nicht kommt – LVB informieren Kunden mit neuem Online-System
Leipzig Lokales Wenn die Straßenbahn nicht kommt – LVB informieren Kunden mit neuem Online-System
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15:43 17.07.2015
Aktuelle Verkehrsmeldungen aus der LVB-Leitstelle im Internet und mobil per Handy: Ulf Middelberg und Betty Zursiedel in der LVB-Leitstelle. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Es soll die 216 dynamischen Anzeigetafeln ergänzen, die bereits heute auf Störungen im LVB-Netz hinweisen.

Sobald sich ein Bus oder eine Bahn um mindestens zehn Minuten verspätet oder eine Umleitung fahren muss, wird dies nun in der Rubrik „Verkehrsmeldungen“ auf der LVB-Website angezeigt. „Wir wollen unsere Kunden schnell und aktuell informieren, live aus der Leitstelle“, sagte LVB-Geschäftsführer Ulf Middelberg.

Auch in der mobilen LVB-App easy.GO für Smartphones sind die Verkehrsmeldungen künftig abrufbar, ein eigener Twitter-Kanal soll in etwa vier Wochen folgen. Damit gehöre Leipzig neben Düsseldorf und München zu einer der wenigen Städte in Deutschland, die einen solchen Info-Service für die Fahrgäste anbiete, betonte der LVB-Chef. In den ersten drei Monaten läuft das System zunächst im Probebetrieb, in dem es durch Rückmeldungen der Nutzer weiter verbessert werden soll.

Die Verkehrsbetriebe reagieren damit vor allem auf das Schneechaos im vergangenen Winter, das den öffentlichen Nahverkehr in Leipzig für mehrere Tage komplett lahm gelegt hatte. Tausende Fahrgäste warteten im Dezember vergeblich an den Haltestellen, weil sie nicht wussten, dass der Straßenbahnbetrieb wegen vereister Gleise komplett eingestellt wurde. „Die Fahrgäste an der Haltestelle erreichten unsere Infos zu spät oder gar nicht. Das ändert sich mit dem neuen System, da sie sich nun auch unterwegs informieren können“, erklärte Middelberg.

LVB-Mitarbeiter haben das „Ohr am Gleis“

Seit Anfang des Jahres war die neue Software zusammen mit dem Leipziger IT-Dienstleister eWerk entwickelt und von LVB-Mitarbeitern getestet worden. Die Verkehrsbetriebe ließen sich das neue System rund 10.000 Euro kosten. Drei Mitarbeiterinnen wurden extra dafür ausgebildet, das tägliche Verkehrsgeschehen zu analysieren und den Online-Dienst werktags von 6 bis 22 Uhr parallel mit Meldungen zu füllen. „Sie haben das Ohr am Gleis“, sagte Middelberg.

Auch am Wochenende sind die Kommunikations-Disponentinnen im Einsatz, dann aber nur in einer statt in zwei Schichten. Die Mitarbeiterinnen ergänzen die LVB-Leitstelle an der Angerbrücke, die den gesamten Linienbetrieb rund um die Uhr überwacht. „Die Arbeit geht Hand in Hand“, erläuterte Disponentin Betty Zursiedel, die das neue System am Freitag starten durfte.

Bereits am Morgen hatte Zursiedel den ersten Ernstfall zu bewältigen. „In der Hofmeisterstraße am Hauptbahnhof gab es einen Unfall, weshalb die Straßenbahnen Umleitungen fahren mussten“, berichtete LVB-Mitarbeiter Mirko Heyne, der das neue Online-Projekt betreut. Zwei Minuten nachdem der Fahrer die Störung gemeldet hatte, sei die Meldung bereits veröffentlicht worden „Und nach fünf Minuten waren auch die Umleitungen online“, so Heyne.

Die Verkehrsmeldungen sind auf der LVB-Website www.lvb.de, in der Smartphone-App easy.GO oder auf der für mobile Endgeräte optimierten Seite www.lvb.de/v abrufbar. Außerdem finden Nutzer von LVZ-Online die neuesten LVB-Meldungen auf den Seiten der Rubrik Leipzig.

Robert Nößler

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