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Lokales Wenn für Eltern nichts mehr geht - Notfallkinderbetreuung in Leipzig
Leipzig Lokales Wenn für Eltern nichts mehr geht - Notfallkinderbetreuung in Leipzig
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00:59 21.02.2015
Kooperation zwischen Wiesenknopf und einem privaten Damilienservice in der Marbachstraße 2 in Gohlis. Anja Herrmann und Christian Keller im Vordergrund. Quelle: André Kempner

Doch selbst wer versorgt ist: Kranke Tagesmütter oder Spätdienste verursachen schnell Schweißausbrüche.

Seit vergangenem November kooperieren der private Anbieter Wiesenknopf und der pme-Familienservice miteinander. Ein Modell, das viele Eltern dauerhaft entlasten könnte.

Kernpunkt der Abmachung: Arbeitnehmer können ihre Kinder kurzfristig bei Wiesenknopf betreuen lassen, sofern es dienstlich notwendig ist. Die Kosten trägt pme. Die Vereinbarung gilt für Mitarbeiter ausgewählter Vertragsunternehmen. Darunter Schwergewichte der regionalen Unternehmensstruktur wie der Autohersteller Porsche oder der Energiedienstleister VNG. Durch die Kooperation sollen möglichst alle Beteiligten profitieren.

"Wir bieten hier eine Notfallbetreuung an, denn immer wieder kommt es zu unvorhergesehenen Ausfällen der normalen Kinderbetreuung", so Wiesenknopf-Gründerin Anja Herrmann. Seit die Kooperation mit pme läuft, halte sie immer extra Betreuungskapazitäten frei. Seit 2009 bietet Wiesenknopf Vor-Ort-Betreuungen für Kinder an, inzwischen an vier Leipziger Standorten. Eltern können ihre Kinder kurzfristig in Betreuung geben - für einige Stunden oder Tage.

"Im Moment kommt durch die Kooperation ungefähr jede Woche ein Kind hierher", berichtet Herrmann. Grundsätzlich biete Wiesenknopf eine flexible 24-Stunden-Betreuung an, die Liste der möglichen Gründe dafür sind lang: kranke Tagesmütter, Kita-Schließtage, Schichtdienste oder Dienstreisen sind nur einige davon. Das Modell der Vor-Ort-Betreuung funktioniert, durch die Vereinbarung mit pme bietet Herrmann seit November zusätzlich zu den normalen Betreuungsangeboten für alle Eltern flexible Plätze für Angestellte von Partnerunternehmen an.

Arrangiert wurde die Kooperation zwischen Christian Keller, pme-Unternehmensleiter in Leipzig, und Anja Herrmann, Gründerin von Wiesenknopf - beide schon ausgezeichnet mit dem Familienfreundlichkeitspreis der Stadt Leipzig. Herrmann für ihre momentane Tätigkeit, Keller für sein Engagement beim Verein Studentische Eltern.

Beide sehen enormes Potenzial für die noch junge Kooperation. Einziges Problem bislang: Das Modell der flexiblen Betreuung wird von den Eltern noch relativ wenig genutzt. "Es gibt momentan noch Schwierigkeiten, das in den Unternehmen bekannt zu machen", so Christian Keller. Grundsätzlich sei das Modell einer flexiblen Notfallbetreuung aber sehr nützlich und auf die Bedürfnisse der Eltern ausgerichtet. Es müsse bei den Arbeitnehmern nur noch bekannter werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.02.2015

Lucas Grothe

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