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Lokales West-Nil-Virus: Leipziger Blutbank schließt Urlauber als Spender vorerst aus
Leipzig Lokales West-Nil-Virus: Leipziger Blutbank schließt Urlauber als Spender vorerst aus
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17:35 04.06.2014
Urlauber, die aus bestimmten Ländern zurückkehren, sind für vier Wochen von der Blutspende ausgeschlossen. Quelle: dpa
Leipzig

Urlaubsrückkehrer aus südeuropäischen und nordafrikanischen Gefilden seien in den Sommer- und Herbstmonaten für einige Wochen als Blutspender nicht zugelassen, teilte Oberärztin Elvira Edel vom Institut für Transfusionsmedizin am Montag mit.

Die Sperrfrist gilt für Blutspender, die zwischen dem 1. Juni und 30. November länger als zwei Tage in folgenden Ländern unterwegs sind: Griechenland, Italien, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Israel, Tunesien und Algerien. „Die neuen Richtlinien sehen vor, dass Reisende, die aus diesen Ländern zurückkehren, für vier Wochen von der Blutspende ausgeschlossen werden müssen“, erklärt Edel. Blutspendewillige werden dazu im Vorfeld über einen Aufenthalt in den genannten Reiseländern befragt. Eventuell kontaminierte Blutkonserven im Nachhinein zu testen, sei sehr aufwendig und werde nur selten durchgeführt.

Bisher waren vor allem Reisende aus den USA, Kanada und Mexiko von der zeitlichen Regelung betroffen. Seit 2012 und 2013 tritt das Virus aber auch vermehrt in Teilen Europas auf. Das Uniklinikum hält es für möglich, dass die vom deutschen Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel veröffentlichte Liste im Bedarfsfall noch erweitert wird.

Virus-Übertragung durch Stechmücken und Bluttransfusionen

Das West-Nil-Virus wird normalerweise durch Stechmücken auf den Menschen übertragen, kann aber auch durch Bluttransfusionen verbreitet werden. In Deutschland sei das Virus allerdings noch nicht aufgetreten. Als Risikogruppen gelten ältere und immungeschwächte Menschen. „In 80 Prozent der Fälle zeigen sich bei den Erkrankten keine Symptome“, so Edel. Die Inkubationszeit beträgt etwa 14 Tage. Bei jedem fünften entwickeln sich fieberhafte, grippeähnliche Beschwerden. Bei jedem 150. Infizierten kann nach einer Hirnhaut- oder Gehirnentzündung die Infektion tödlich enden.

Aktuelle Änderungen erfahren Blutspender auch auf der Internetseite des Instituts: www.blutbank-leipzig.de

Benjamin Winkler

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