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Lokales Westbesuch zieht in Leipzig erstmals auf den Plagwitzer Bürgerbahnhof um
Leipzig Lokales Westbesuch zieht in Leipzig erstmals auf den Plagwitzer Bürgerbahnhof um
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22:32 18.12.2015
Der Westbesuch findet an diesem Sonntag zum ersten Mal auf dem Plagwitzer Bürgerbahnhof statt auf der Karl-Heine-Straße statt (Archivbild).  Quelle: Andre Kempner
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Leipzig

Nach zehn Jahren auf der Karl-Heine-Straße verlässt das alternative Straßenfest Westbesuch an diesem Sonntag erstmals seinen angestammten Platz. Aufgebaut werden die Stände dafür auf dem neuen Bürgerbahnhof Plagwitz an der Naumburger Straße. Das Straßenfest- werde damit zum Stadtteilfest. „Wir sind selbst alle gespannt, wie es wird und was die Besucher zum neuen Standort sagen“, so Christoph Schmitt vom Vorstand des Vereins Westbesuch. Die Veranstaltung am Sonntag steigt von 11 bis 17 Uhr, die Standplätze sind laut den Organisatoren bereits vergeben.

Eine volle Dekade lang begleitete die Kultur- und Trödelsause die Veränderung des Viertels. Heute ist Plagwitz ein begehrter Wohnort, was sich nicht zuletzt in den stark gestiegenen Wohnungspreisen niederschlägt. Im Sommer stieg das Fest zum bisher letzten Mal auf der Karl-Heine-Straße, damals wegen eines denkwürdig heißen Wochenendes mit fast 40 Grad unter erschwerten Bedingungen. Die Veranstaltung am 6. Dezember sagten die Organisatoren allerdings ab. Als Grund wurde damals auch die Verdrängung von Alteingesessenen aus dem Viertel genannt.

Weniger Beteiligung der Gastronomen

Grund für den Umzug sei nun auch die Entwicklung der Karl-Heine-Straße in den vergangenen Jahren. Der Verein sah sich in seiner Gestaltungsfreiheit eingeschränkt. Immer mehr Betreiber von Geschäften hätten ihre Läden verlassen und Gastronomiebetrieben Platz machen müssen. „Die Gastronomen haben sich aber gleichzeitig immer weniger beteiligt“, erklärt Vereinsmitglied Schmitt. Mehr Freisitze hätten zudem Teile der Bürgersteige für den Westbesuch blockiert. Außerdem sei von der Stadt eine Straßensperrung während der Feste zur Auflage gemacht worden, die Kosten mit rund 2000 Euro und der Arbeitsaufwand aber auf Dauer zu groß geworden.

Eine Mitgliederversammlung des Vereins habe sich dann für den Umzug auf den neu entstandenen Bürgerbahnhof in Plagwitz ausgesprochen. „Wir sollen die Dimensionen der Veranstaltung ein bisschen zurück fahren und kleiner werden“, so Schmitt. Bewusst sei wenig Werbung gemacht worden.

Mindestens für ein Jahr will der Verein den neuen Standort in der Naumburger Straße nun ausprobieren. Initiativen und Vereine auf dem Bürgerbahnhof wie der Gemeinschaftsgarten Annalinde sollen möglichst eingebunden werden. „Wir hoffen auf eine kleinere und gemütlichere Veranstaltung“, sagt Schmitt. Der Flohmarkt soll wiederum den größten Teil des Festes ausmachen, dazu gibt es auch Besinnliches: So werden unter anderem die Bachlerchen der Johann-Sebastian-Bach Musikschule auftreten.

Von luc

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