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Lokales Wettbewerb abbrechen: Politiker will Einheits- und Freiheitsdenkmal auf 2039 verschieben
Leipzig Lokales Wettbewerb abbrechen: Politiker will Einheits- und Freiheitsdenkmal auf 2039 verschieben
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14:21 01.04.2014
"Siebzigtausend" - Nicht nur dieser Entwurf für das Freiheits- und Einheitsdenkmal polarisiert in Leipzig. Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

Das Denkmal sollte irgendwann kommen, meint Sander. Aber nicht vor 2039.

Dass im Wettbewerb einiges schief gelaufen ist, steht für Sander außer Frage. Eine Gestaltung für den Wilhelm-Leuschner-Platz so en passant – das sei keine einfache Aufgabe für die Künstler, die sich mit dem Denkmal auseinandergesetzt haben. Aber der Grund für endlose Diskussionen, juristische Streitereien und viel Unzufriedenheit unter den Bürgern reiche tiefer.

„Die Wende war ja kein punktuelles Ereignis im Jahr 1989 gewesen. Sie wirkt fort, mit Umbrüchen in den Biografien der Menschen“, sagt Sander. Die Nachwende-Generationen hätten ein Recht, an der Gestaltung des Denkmals beteiligt zu sein. „Aber man kann eine Sache nicht mitten in der Bewegung erkennen“, sagt Sander. „Und Geschichte kann man nicht im Labor mal kurz anhalten.“

"Leipzig soll sich nicht weiter beschädigen"

Die Wende als „historische Gestalt“ könne erst in den folgenden Jahren wirklich erfasst werden. Deshalb schlägt Sander vor: Die Einweihung eines Freiheits- und Einheitsdenkmal soll auf den 50. Jahrestag der Friedlichen Revolution verschoben werden. Der Wilhelm-Leuschner-Platz müsse gleichzeitig für die städtebauliche Entwicklung freigegeben werden.

Auch nach dem Urteil des Oberlandesgerichts Dresden, das die zweite Wettbewerbsphase für nichtig erklärte, hält Sander ein glückliches Ende für unwahrscheinlich: „Die juristischen Auseinandersetzungen werden nicht abreißen. Die Stadt muss den Wettbewerb beenden, um sich selbst und die Künstler nicht weiter zu beschädigen“, so der Abgeordnete.

Sander gehört als Kandidat der Wählervereinigung im Stadtrat zur Grünen-Fraktion, bringt den Antrag aber als Einzelperson ein. „In allen Fraktionen gibt es sehr unterschiedliche Positionen zu dem Thema“, sagt er. Seine Forderung wollte er ohne Kompromisse zur Diskussion stellen.

Evelyn ter Vehn

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