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Wettbewerb zum Freiheits- und Einheitsdenkmal Leipzig: Gericht verhandelt Dienstag

Wettbewerb zum Freiheits- und Einheitsdenkmal Leipzig: Gericht verhandelt Dienstag

Am Dienstag verhandelt das Oberlandesgericht Dresden (OLG) über die Beschwerde der Architekten des Entwurfs „Siebzigtausend“ zum Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal.

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Die Preisträger mit ihrem Modell des Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmals: Sophia Petersen, Moritz Schloten, Martin de Mattia und Marc Weis (v.l.).

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die 1. Vergabekammer des Freistaats hatte zuvor festgestellt, dass die Wettbewerber in der Überarbeitungsphase in ihren Rechten verletzt worden seien. Über die Zulässigkeit gab sie kein Urteil ab.

Deshalb beschreiten das Büro M+M aus München und Annabau Berlin jetzt den Rechtsweg. Nach der Überarbeitung war der Entwurf für den Wilhelm-Leuschner-Platz / Platz der Friedlichen Revolution vom ersten auf den dritten Platz gerutscht.

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Leipzig. Der Wilhelm-Leuschner-Platz wird möglicherweise nicht auf Dauer den Zusatz "Platz der Friedlichen Revolution" tragen. Nach einem Stadtratsvotum vom Mittwoch muss das Begleitgremium zum Freiheits- und Einheitsdenkmal darüber neu beraten. Leipzig muss außerdem rund 415.000 Euro Fördermittel an den Freistaat zurückzahlen. Dazu drohen weitere Kosten.

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Das Preisgericht in Leipzig hatte nach der ersten Entscheidung formuliert, dass es bei allen Denkmalsvorschlägen noch Schwachpunkte und Fragen gebe, die geklärt werden müssten. In einem Pflichtenheft konkretisierte die Kommune, wie die Weiterentwicklung erfolgen sollte und zu welchen Anteilen das Wettbewerbsergebnis und das Verhandlungsverfahren berücksichtigt würden.

Wie das OLG in einer Zusammenfassung des Sachverhalts am Montag schildert, sei die Aufteilung später noch einmal geändert worden. Die Arbeitsgemeinschaft M+M und Annabau hatte schon gegen das Pflichtenheft eine Rüge eingereicht – diese aber später zurückgezogen und eine überarbeitete Version abgegeben. Für die 1. Vergabekammer war es deshalb aus verfahrenstechnischen Gründen nicht möglich, im Nachprüfungsverfahren grundsätzlich über die Zulässigkeit der zweiten Phase zu urteilen.

Kritik an 70.000 - Herbstgarten schiebt sich nach vorn

In Leipzig musste der Preisträger „Siebzigtausend“ nach Bekanntgabe der ersten Jury-Entscheidung im Juni 2012 Kritik einstecken. Die Platzgestaltung mit 70.000 Farbfeldern und -Podesten, analog der Demonstrantenzahl am 9. Oktober 1989, schien vielen Bürgern nicht der angemessene Umgang mit dem Thema. Auf Platz drei war nach der ersten Jurywertung der Leipziger Entwurf „Keine Gewalt - Herbstgarten“ von Anna Dilengite, Tina Bara und Alba D’Urbano gelandet. Dieser schob sich nach der zweiten Wettbewerbsphase auf Platz eins.

Ursprünglich sollte das Freiheits- und Einheitsdenkmal, dessen Kosten von 6,5 Millionen Euro Bund und Land übernehmen, im Oktober 2014 eingeweiht werden. Später äußerte Leipzigs Kulturbürgermeister Michael Faber (parteilos) die Hoffnung, dass man im Jubiläumsjahr „25 Jahre Friedliche Revolution“ zumindest den ersten Spatenstich setzen könne. Wie es mit Denkmal und Wettbewerb weitergeht, will die Stadt nun nach der Gerichtsentscheidung verhandeln. Voraussetzung für die Realisierung ist dann erst einmal ein Stadtratsbeschluss.

Evelyn ter Vehn

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