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Lokales Wie geht es weiter mit der Leipziger Wagenburg am Karl-Heine-Kanal?
Leipzig Lokales Wie geht es weiter mit der Leipziger Wagenburg am Karl-Heine-Kanal?
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00:59 05.12.2013
Die Wagenburg und ihre Bewohner am Karl-Heine-Kanal werden wohl wieder an ihrem nunmehr einjährigen Übergangsstandort überwintern. Quelle: André Kempner

Die Stadt hält weiter an ihrer Hinhalte-Taktik fest, heißt es aus dem Konvoi. Offenbar tut sich das Rathaus mit der Entscheidung über einen dauerhaften Standort der Alternativsiedler schwer.

Widersprüche kennzeichnen das Verhältnis zwischen der Initiative "jetze Wagenplätze" und der Stadt. "Eine Kommunikation findet nicht statt", berichtet Stadträtin Juliane Nagel (Linke) aus dem Wagenburg-Umfeld, zu dem sie Kontakt hält. Nach wie vor fühle sich der Tross von der Verwaltung hingehalten mit Blick auf die finale Klärung der Standortfrage.

Im Dezember 2012 waren die etwa 20 zu Wohn- und Büroräumen ausgebauten Last- und Bauwagen auf den schmalen Teerstreifen neben dem Jahrtausendfeld im Grenzland zwischen Plagwitz und Lindenau ausgewichen (die LVZ berichtete). Sechs Monate darauf hatte Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) im Sommer erklärt: Die Verwaltung arbeite "mit Hochdruck" an einer Lösung. Außenstehende stoßen sich jetzt daran, dass die Wagenburg den Weg von der Aurelien- bis zur Karl-Heine-Straße zu beiden Seiten mit Toren zweifelhafter Herkunft versperrt habe. Das geht aus Zuschriften hervor, die der LVZ vorliegen. Vor Ort zeigt sich allerdings: Besagte Tore stehen offen, die Passage ist immer noch möglich. Und die Stadtverwaltung kann mit der aktuellen Situation offensichtlich leben.

"Die Umstände sind bekannt und werden bis zu einer endgültigen Entscheidung geduldet", so Doris Kretschmer, Vizechefin im Ordnungsamt. Der Weg hin zu einer Lösung innerhalb der Behörden sei jedoch komplex und noch nicht zu Ende. "Das betrifft auch Vertragsverhandlungen, Ausweichflächen oder Ähnliches", sagt Kretschmer. Die Verwaltung unterhalte aber die nötigen Kontakte zu den Bewohnern und einem bevollmächtigten Rechtsanwalt. Schließlich sei mit Blick auf die Passage zwischen Karl-Heine-Kanal und Jahrtausendfeld "ein Begehungsrecht für die Öffentlichkeit nicht geregelt".

Während die Reibereien andauern, ergreift Stadträtin Nagel Partei für die Wagen-Bewohner: "Für die Leute muss es eine prinzipielle Lösung geben, um aus der Grauzone herauszukommen." Bleibt nur die Frage: Wann?

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.12.2013

Felix Kretz

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