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Lokales Wie sicher sind Schulwege? Stadt, Polize und LVZ starten Geinschaftsaktion
Leipzig Lokales Wie sicher sind Schulwege? Stadt, Polize und LVZ starten Geinschaftsaktion
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23:59 22.08.2013
Die Gemeinschaftsaktion "Sicherer Schulweg" soll Verkehrsteilnehmer für Vorsicht auf den Straßen Leipzigs sensibilisieren. Grafik: LVZ Quelle: LVZ
Heute steigt sie wieder

Das Fest findet von 10 bis 14 Uhr auf dem Augustusplatz statt. Die Aktion will die Bevölkerung insbesondere für die schwächsten Verkehrsteilnehmer - für die Kinder - sensibilisieren.

"Sicherer Schulweg" - für Ingrid Bech ein absolutes Aufregerthema. Sie hat Angst um ihren Enkel, wenn er in die Lessingschule läuft. Denn im Areal von Elster-, Gottsched- und Waldstraße im Zentrum-West lauern ihrer Erfahrung nach wegen Baustellen und zugeparkter Gehwege und Einmündungen viele Gefahren. "Das Halteverbot wird einfach ignoriert. Große Limousinen blockieren Kreuzungen und behindern die Sicht. Da kann doch niemals ein Kind darüber gucken", ist sie aufgebracht. "Aber offenbar braucht Leipzig kein Geld, sonst würde das Ordnungsamt dort durchgreifen und die Autos an den Haken nehmen."

So sieht der empfohlene Schulweg für Erstklässler aus, die in die Lessingschule (2), in die Édouard-Manet-Schule (3) und in die Schule am Floßplatz (4) gehen werden. In die Schulwegpläne fließen nur Dauerbaustellen ein. Quelle: Quelle Stadt Leipzig

Ordnungsamtsleiter Helmut Loris ist die prekäre Situation in diesem Viertel bewusst. Gerade sei ihm allerdings wieder von einem Anwohner aus der Elsterstraße "Abzocke" vorgeworfen worden, weil das Amt dort regelmäßig kontrolliere. "Warum bekommen wir ständig Strafzettel, weil wir über Nacht an der Ecke stehen?", habe die empörte Frage gelautet. Laut Loris haben die Politessen seit Jahresbeginn allein in der Waldstraße 539, in der Elsterstraße 980, in der Gottschedstraße 3731 und in der Lessingstraße 1370 Park-Verstöße erfasst. "So lange in der Öffentlichkeit Verkehrsverstöße bagatellisiert und auf Einnahme-Erzielung durch die Stadt reduziert werden, wird sich ein verbessertes Verkehrsverhalten sicher nicht einstellen", meint der Ordnungsamtschef. Er kündigt für die nächsten Wochen schwerpunktmäßig Kontrollen der Schulwege an - wie in den Vorjahren zu Schuljahresbeginn auch.

Quelle: Quelle Stadt Leipzig

Auch Uwe Schöber vom städtischen Amt für Jugend, Familie und Bildung kennt Beispiele, wonach "dieselben Eltern, die ihr Auto auf Fußwegen parken, Sicherheit für ihre Kinder fordern". Nur "im Dreiklang" - Eltern, Schule und Öffentlichkeit - werde es allerdings gelingen, Erstklässlern in Leipzig einen möglichst sicheren Weg zum Unterricht zu weisen. Das Amt erarbeitet jedes Jahr Schulwegpläne, die den Eltern zur Verfügung gestellt werden. "Dort sind allerdings nur Großbaustellen erfasst, die über ein oder zwei Jahre laufen." Alles andere sei nicht machbar. "Der Plan stellt ein gewisses Ideal, eine Empfehlung dar", meint Schöber. Bei einigen der 66 kommunalen Grundschulen Leipzigs würde der Plan derzeit geprüft. "Über unsere aktuellen Vorschläge informieren dann Aushänge in den jeweiligen Einrichtungen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.08.2013

Sabine Kreuz

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