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Lokales Wie weiter mit der Verkehrspolitik im Leipziger Norden?
Leipzig Lokales Wie weiter mit der Verkehrspolitik im Leipziger Norden?
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00:22 11.02.2018
Im Computer ist die neue Gleistrasse in Mockau schon fertig – aber in der Realität verzögert sich das Projekt. Quelle: Patrick Moye
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Leipzig

Leipzigs Norden braucht eine bessere Verkehrsinfrastruktur. Das ist das Fazit einer Diskussionsrunde, zu der die SPD in das Jedermanns SPD-Bürgerbüro in die Georg-Schumann-Straße 133 eingeladen hatte. In dem kleinen Büro drängten sich am Mittwochabend rund 50 interessierte Bürger.

Straßenbahn-Projekt stockt

Hohe Wellen schlug eine Verzögerung, die offenbar gerade beim geplanten Straßenbahn-Gleisbauprojekt in der Mockauer und Tauchaer Straße entsteht (die LVZ berichtete). Ein Besucher wusste zu berichten, dass es über die Ausführung des 17-Millionen-Projekts Meinungsverschiedenheiten zwischen den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) und dem Verkehrs- und Tiefbauamt gibt. Inzwischen seien die Gleise in der Kieler Straße – die dafür stillgelegt werden sollen – völlig marode und könnten bald ganz ausfallen, hieß es. Auf LVZ-Anfrage bestätigten die LVB gestern die Differenzen zwischen den Experten. Derzeit fänden weitere Gespräche zu dem Vorhaben statt, hieß es. Die unterschiedlichen Interessen würden aber nicht öffentlich diskutiert. Wie berichtet, sollten ursprünglich die kompletten Planungsunterlagen bis Ende 2017 fertig sein. 2018 sollte das offizielle Planfeststellungsverfahren in der Landesdirektion ablaufen, 2019 die Arbeiten ausgeschrieben und 2020 mit dem Bauen begonnen werden. Die anschließende Bauzeit wird mit eineinhalb bis zwei Jahren veranschlagt.

Verbandschef: Firmen sollten S-Bahn-Halt im Norden mitfinanzieren

Ein großes Thema war auch der Bau der geplanten neuen S-Bahn-Haltestelle am Güterverteilzentrum. Ein Besucher machte den ZVNL-Geschäftsführer Oliver Mietzsch darauf aufmerksam, dass dieser Stop nicht nur für die rund 8000 Arbeitskräfte der dort ansässigen Firmen enorm wichtig ist, sondern auch für die Bewohner der Orte, die sich dort nördlich der Stadtgrenze befinden. Rund 5000 von ihnen würden ebenfalls die neue Station nutzen, hieß es. Für sie sollte zwingend ein Park&Ride-Platz vorgesehen werden. Mietsch erklärte, er hoffe, dass sich auch die an der Station liegenden großen Firmen an den Baukosten beteiligen. Eine Absage erteilte der Geschäftsführer der Forderung, eine Taktverdichtung für die S-Bahn-Linie 3 zu veranlassen.

„Bedürfnisse von Senioren werden zu wenig berücksichtigt“

Mehrere Teilnehmer forderten, dass Leipzigs Verkehrsplaner stärker die Bedürfnisse von Senioren berücksichtigen. Diese würden in der Regel nicht mit dem Fahrrad und nicht mit dem Auto fahren. Für sie sei es auch besonders problematisch, zu einer unterirdischen Straßenbahnhaltestelle hinabzusteigen, hieß es mit Blick auf die öffentliche Diskussion über Straßenbahntunnel unter der Jahnallee und dem Ranstädter Steinweg. Außerdem seien im Untergrund Sicherheitsprobleme zu erwarten. Deshalb seien dort Autotunnel geeigneter.

S-Bahn-Tunnel bleibt in der Debatte

Lebhaft diskutiert wurde zudem über einen möglichen Ost-West-Tunnel für die S-Bahn. Auch er könne helfen, den Leipziger Norden von Verkehr zu entlasten, hieß es. „Egal ob es zum Bau dieses Tunnels kommt oder nicht“, erklärte SPD-Landtagsabgeordneter Holger Mann. „Eine Studie über die Details und die Auswirkungen dieses Ost-West-Tunnels wäre durchaus ein Gewinn für Leipzig.“

Von Andreas Tappert

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