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Lokales Wieder extreme Feinstaubwerte in Leipzig – Warnung vor Ausdauersport
Leipzig Lokales Wieder extreme Feinstaubwerte in Leipzig – Warnung vor Ausdauersport
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15:50 07.01.2016
Wieder mal dicke Luft in Leipzig. Quelle: dpa
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Leipzig

Die Messestadt liegt aktuell wieder einmal unter einer Feinstaubglocke. Wie es am Donnerstag aus dem sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hieß, sei bereits Anfang der Woche stark belastete Luft im ganzen Freistaat gemessen worden. „Mittlerweile wurden an drei Viertel der sächsischen Luftmessstationen Feinstaubkonzentrationen gemessen, die deutlich über dem zulässigen Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft liegen“, so eine Mitteilung. Zwei der drei höchsten Werte kommen dabei von Leipziger Stationen.

So wurden am Donnerstag am Messpunkt in der Schönauer Straße (Grünau) durchschnittlich 122 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft gemessen, an der Lützner Straße (Lindenau) waren es sogar 128 Mikrogramm. Ähnlich hoch ist die Konzentration derzeit nur noch in Görlitz.

An der dritten Leipziger Messstation am Willy-Brandt-Platz vor dem Hauptbahnhof registrierten die Anzeigen zuletzt immerhin 116 Mikrogramm Feinstaub. Prekär zudem: Innerhalb eines Tages haben sich die Werte an allen Stationen der Messestadt nahezu verdoppelt. Bis zu den extremen Werten mancher Weltstadt ist es auch nicht mehr weit. Im dunstigen Peking werden beispielsweise durchschnittlich 220 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter gemessen.

Ganz allein sind Leipzig und Sachsen mit ihren Staubproblemen zumindest nicht. Nach Angaben des Umweltbundesamtes werden derzeit praktisch im gesamten Osten und Nordwesten Deutschland erhöhte Werte gemessen. Mit einem Rückgang der Belastung rechnen die Behörden vorerst auch nicht und warnen deshalb: „Personen, die empfindlich reagieren, sollten vorübergehend auf Ausdauersportarten und sonstige Anstrengungen im Freien verzichten“.

Gründe für hohe Feinstaubwerte liefern meist verschiedenste Emissionsquellen. Dazu gehören Verbrennungsmotoren, Heizkraftwerke, Schüttgutumschlag, landwirtschaftliche Tierhaltung und auch komplexe chemische Prozesse in der Atmosphäre. Im Winterhalbjahr sind hohe Werte nicht gänzlich ungewöhnlich, denn da wird auch am meisten geheizt. Zudem kommt grenzüberschreitende Luftschadstoff-Transport aus Polen und Tschechien dazu.

Die Europäische Union erlaubt pro Jahr an maximal 35 Tagen eine Überschreitung der Feinstaubwerte. Ansonsten drohen Strafen im sechsstelligen Euro-Bereich. Im vergangenen Jahr war Leipzig nach Jahren mit deutlich mehr Tagen erstmals unter der Grenze geblieben.

Von Matthias Puppe

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