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Lokales „Wildwuchs Einhalt gebieten“ – Leipzig will eigene Altkleidercontainer aufstellen
Leipzig Lokales „Wildwuchs Einhalt gebieten“ – Leipzig will eigene Altkleidercontainer aufstellen
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22:19 12.12.2013
Illegal aufgestellte Altkleider-Container (Archivbild) Quelle: Heike Liesaus
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Leipzig

Ziel ist es, höhere Recyclingquoten bei Textilien zu erreichen. Nur stark verschmutzte und beschädigte Kleidung soll als Abfall beseitigt werden.

„Dadurch wird dem bestehenden ‚Wildwuchs’ von Altkleidersammlungen Einhalt geboten“, unterstrich Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke). Die teilweise illegal aufgestellten Container beeinträchtigen das Stadtbild und verschmutzen durch abgelagerten Müll die Straßen, heißt es seitens der Stadtverwaltung.

Aufsehen erregte im vergangenen Jahr der Fall der Bochumer Firma Profittex. Das Unternehmen stellte in Leipzig 520 Container auf, ohne dafür eine Genehmigung vorweisen zu können. Für die ganze Stadt sind insgesamt nur 360 Stellplätze vorgesehen. Erst als Ärger drohte, und die Stadt begann, die Container zu entfernen, bemühten sich die Textilverwerter um eine Sondernutzungserlaubnis. Unternehmen und Stadt trafen sich vor Gericht wieder: Profittex verlor und musste 98.000 Euro zahlen.

Die Stadtverwaltung versicherte am Donnerstag jedoch, dass auch weiterhin Kleidersammlungen durch gemeinnützige Träger in Leipzig möglich sein werden. Anhand der bislang gestellten Anträge geht die Stadt davon aus, dass für diese nicht mehr als 50 Stellplätze vorgehalten werden müssen.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP im Stadtrat, Isabel Siebert, hält die Begründung der Stadt für fadenscheinig. Es brauche kein eigenes Sammelsystem, um gegen wild aufgestellte Container vorzugehen. „Wir sehen keinen Grund, einen funktionierenden Markt zu zerstören“, so die FDP-Politikerin. Sie wirft der Verwaltungsspitze vor, mit der Kleidersammlung durch die Stadtreinigung zusätzliche Einnahmen generieren zu wollen.

joka

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