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Lokales Wilhelm-Leuschner-Platz soll Innenstadt entlasten - Autos müssen draußen bleiben
Leipzig Lokales Wilhelm-Leuschner-Platz soll Innenstadt entlasten - Autos müssen draußen bleiben
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17:30 09.04.2015
Blick über den sanierungsbedürftigen Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Die Chancen stehen gut für einen „Markt der Möglichkeiten“.

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Der Vorschlag kommt von der Grünen-Fraktion. Kultur- und Sportveranstaltungen sowie mobile Gastronomie sollen das Areal aus der Schmuddelecke holen. Der Leuschnerplatz als neuer Standort für das Spiegelzelt oder das Beach-Volleyball-Turnier – damit könnte Tim Elschner, Grünen-Sprecher für Stadtentwicklung, gut leben. „Das könnte auch die Innenstadt von Großveranstaltungen entlasten“, so Elschner gegenüber LVZ-Online.

Der Entwurf der Stadtverwaltung zu einer Bebauung des Wilhelm-Leuschner-Platz. Quelle: Petr PelcakAndreas Wolf

Mit dem „Markt der Möglichkeiten“ wollen die Grünen an das Projekt „Herbstsalon“ anschließen, bei dem die Stiftung Friedliche Revolution und die HTWK mit Theater und Performances rund um das Lichtfest 2014 Publikum an einen bisher trostlosen Ort zog. Die Stadt hat bereits in Aussicht gestellt, dass das Marktamt ein Nutzungskonzept erstellen wird.

Sanierung ab Herbst 2015 soll 200.000 Euro kosten

Damit der Platz überhaupt für Veranstaltungen zu gebrauchen ist, wird die Stadt im September 2015 das Nötigste herrichten. So sollen brüchige Asphaltflächen saniert und der Gehweg an der Südseite des Platzes vom Peterssteinweg bis zur Markthallenstraße ergänzt werden. Zwischen Martin-Luther-Ring und dem Südausgang der Citytunnel-Station wird es dann auch einen ordentlichen Weg geben. Die Stadt will Bäume pflanzen lassen, um den Tunnelbereich besser abzugrenzen. Poller sollen Autos von dem Gelände fern halten, dafür entstehen einige Fahrradparkplätze, indem Bügel aufgestellt werden. Im Ostteil des Areals sollen Wiesenflächen entstehen.

Sitzgelegenheiten gibt es offensichtlich schon heute auf dem Wilhel-Leuschner-Platz...die Bürger haben sich das Areal also bereits angeeignet. Quelle: Dirk Knofe

Rund 200.000 Euro will die Verwaltung für diese Instandsetzung investieren. Einen Vorschlag der Liberalen, aus dem Areal einen Parkplatz auf Zeit zu machen, lehnte die Verwaltung rundheraus ab. Die Linksfraktion hatte außerdem angeregt, auf dem Platz eine „hochwertige Grünanlage mit Spielplatz und Sitzgelegenheiten zu entwickeln“. Doch für eine grundlegende Platzgestaltung ist im Haushalt derzeit kein Geld vorgesehen. Auch habe man keine Fördergelder für die Gestaltung bei Bund oder Land einwerben können, so die Verwaltung.

Markthalle bleibt Thema

Die Kommune verweist stattdessen darauf, dass „zu gegebener Zeit“ ein freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb folgen soll. Auch das seit Jahren schwelende Thema „Markthalle“ ist zumindest aus Sicht der Grünen nicht vom Tisch: „Wir halten daran fest“, sagte Elschner.

Grandios gescheitert ist dagegen der Versuch Leipzigs, per Freiheits- und Einheitsdenkmal den Platz gestalten zu lassen. Das Wettbewerbsverfahren wurde vom Stadtrat nach Querelen mit Bürgern und Architekten gestoppt, die Kommune musste 415.000 Euro Fördermittel an den Freistaat zurückzahlen. Nur per Straßenbahnansage und im Citytunnel zeugt die zusätzliche Bezeichnung „Platz der Friedlichen Revolution“ noch von den Plänen. Förmlich wurde die Umbenennung des Wilhelm-Leuschner-Platzes aber nie vollzogen.

Evelyn ter Vehn

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