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Lokales „Willkürlich und falsch“: Leipziger Reporter fordern Freispruch in Aktenaffäre-Prozess
Leipzig Lokales „Willkürlich und falsch“: Leipziger Reporter fordern Freispruch in Aktenaffäre-Prozess
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15:20 05.08.2010
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Leipzig/Dresden

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen üble Nachrede sowie Verleumdung vor und hat eine Strafe von je 6000 Euro gefordert. Die Berichte sein falsch und unvollständig gewesen.

Die beiden 37 und 42 Jahre alten, freiberuflich arbeitenden Reporter nannten die Beschuldigungen „willkürlich und falsch“. Ein Teil der betreffenden Berichte sei zudem gar nicht von ihnen verfasst worden. Bei einer Verurteilung wollen sie zur Not bis zum Bundesverfassungsgericht gehen. Das Urteil wird am 13. August verkündet.

Die beiden Reporter warfen ihrerseits der Anklagebehörde vor, im Zuge der Korruptionsaffäre, bei der es auch um hochrangige Juristen ging, einseitig und fehlerhaft ermittelt zu haben. Bei dem jetzigen Prozess hätten sie sich mehr Fairness gewünscht. Anklage und Verteidigung seien vom Gericht nicht gleich behandelt worden.   

Hintergrund des Verfahrens sind Medienberichte von 2007 zu angeblichen kriminellen Netzwerken in Leipzig in den 1990er-Jahren, in die unter anderen auch Vertreter von Justiz und Politik verstrickt gewesen sein sollen. Als Quelle dienten seinerzeit Akten des Verfassungsschutzes. Experten zufolgen waren die Akten aber aufgebauscht. Die Ermittlungen wurden ergebnislos wieder eingestellt. Mit den damaligen Vorgängen beschäftigt sich derzeit ein Untersuchungsausschuss des Landtages. Schon in der vergangenen Legislatur hatte das Parlament dazu einen U-Ausschuss eingesetzt.

dpa

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