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Lokales Winkler wirft als Leipziger CDU-Chef hin - Absage auch an Oberbürgermeister-Kandidatur
Leipzig Lokales Winkler wirft als Leipziger CDU-Chef hin - Absage auch an Oberbürgermeister-Kandidatur
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13:31 06.09.2011
Hermann Winkler bleibt nur noch bis zum 8. Oktober Vorsitzender der Leipziger CDU. Quelle: André Kempner
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Leipzig

"Ich werde nicht noch einmal antreten", sagte der Europaabgeordnete am Montag gegenüber der LVZ. Und "um allen Spekulationen vorzubeugen", stehe er auch als Oberbürgermeister-Kandidat "nicht zur Verfügung".

Der 48-Jährige begründete seinen Verzicht mit dem "fehlenden Rückhalt" in der Partei. Es sei ihm offenkundig nicht gelungen, die erforderliche Geschlossenheit herzustellen. Er werde nun den Übergang moderieren und bleibe als Europaparlamentarier auch weiterhin kooptiertes Mitglied des CDU-Vorstandes. Dass Winkler hinwerfen würde, hatte sich seit Längerem abgezeichnet. Ihm wird vorgeworfen, nicht häufig genug vor Ort an der Basis zu sein.

Ex-Staatskanzleichef Winkler hatte das Amt vor vier Jahren als Nachfolger der jetzigen sächsischen Sozialministerin Christine Clauß übernommen und danach mit Aufräumarbeiten begonnen. So baute Winkler 30000 Euro Schulden ab, die noch aus dem Oberbürgermeister-Wahlkampf 1998 von Peter Kaminski gegen Wolfgang Tiefensee stammten. Zudem trieb Winkler Außenstände bei den Mitgliedsbeiträgen ein - Aktionen, mit denen man sich nicht gerade Freunde macht. Das bekam Winkler zu spüren.

Obwohl es keinen Gegenkandidaten gab, votierten bei der Wahl zum CDU-Vorsitz vor zwei Jahren nur 62 Prozent der Mitglieder für ihn. Bei der Wahl der Delegierten zum Bundesparteitag ließ die Partei ihn vor einem Jahr glatt durchfallen. Dabei war Winklers Amtszeit erfolgreich. Die CDU eroberte bei der Landtagswahl 2009 sechs von sieben Leipziger Wahlkreisen und holte beide Direktmandate für den Bundestag. Bei der Kommunalwahl wurde die Union stärkste Partei.

Wie berichtet, gibt es gegenwärtig zwei Bewerber um den Chefsessel der Leipziger Christdemokraten. Ex-Wirtschaftsdezernent Detlef Schubert (64) hat ebenso seine Kandidatur erklärt wie der Bundestagsabgeordnete Thomas Feist (46). Wen er unterstützen wird, dazu wollte Winkler sich nicht äußern.

Die Union hat eine Findungskommission eingesetzt, um einen Oberbürgermeister-Kandidaten als Herausforderer 2013 für SPD-Stadtoberhaupt Burkhard Jung zu suchen. Frühestens im Herbst will das Gremium einen Vorschlag unterbreiten. "Wenn wir geschlossen auftreten, haben wir gute Chancen, das Rathaus zu erobern", sagte Winkler.

Ulrich Milde

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