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Lokales Wintereinbruch in Leipzig: Acht Zentimeter Schnee am Morgen – vereiste Weichen
Leipzig Lokales Wintereinbruch in Leipzig: Acht Zentimeter Schnee am Morgen – vereiste Weichen
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13:53 29.12.2014
Am Montag fiel der erste Schnee in diesem Winter auf Leipzig. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Bis zum Mittag stieg die

Schneedecke

noch um

weitere Schichten

an, ehe sich der Flockenwirbel beruhigte.

In der kommenden Nacht ist allerdings schon das nächste Schneegebiet im Anmarsch, so Schirrmeister. Angesichts winterlicher Temperaturen stehen so die Zeichen für ausgelassenes Rodelvergnügen vor allem am Montag, aber auch noch am Dienstag gut. „Wir haben aktuell

Dauerfrost

, mit Tageswerten um minus zwei Grad“, so der DWD-Experte. In der Nacht falle das Quecksilber bis auf minus sieben Grad.

Im Laufe des Dienstags müsse aber auch wieder mit

leichten Plusgraden

gerechnet werden. Am Silvestermittwoch gesellen sich Regen und Sprühregen dazu – „wir erwarten nasskalte Trübe“, so Schirrmeister weiter. Im neuen Jahr bleibe das Wetter dann ähnlich unfreundlich und unbeständig.

Winterdienst im Einsatz – vergleichsweise wenig Unfälle

Doch noch regiert das kalte Weiß die Messestadt – und sorgt bei der

Stadtreinigung für erhöhte Betriebsamkeit

. „Um 3 Uhr wurden die Kollegen der Bereitschaft aktiviert. Wir haben aktuell 34 Großgeräte mit Schiebeschild und teilweise mit Streueinrichtung im Einsatz“, sagte Stadtreinigungssprecherin Ute Bruckner.

Etwa ein Drittel des 551 Kilometer langen Leipziger Straßennetzes muss laut Vorschriften von den Stadtreinigung beräumt werden. Dazu gehören vor allem Hauptstraßen. Darüber hinaus seien 170 Mitarbeiter zu Fuß im Einsatz, um Anliegerpflichten in den Parks nachzukommen und Ampelübergänge von Schneewällen zu befreien, erklärte Bruckner. Neben der kommunalen Stadtreinigung arbeiten in Randlagen auch drei private Unternehmen im Winterdienst.

Die Leipziger Polizeidirektion vermeldete am Montagvormittag

insgesamt 49 Unfälle

, dabei seien drei Menschen leicht verletzt worden. „Die Zahl ist bisher noch überschaubar", so sagte Sprecherin Birgit Höhn. Im Gegensatz zum ersten Schnee in vergangenen Jahren gab es am Montagmorgen nur wenig Berufsverkehr – und auf den verschneiten Straßen entsprechend weniger Blechschäden.  

Die

Deutsche Bahn

hatte am Montagmorgen in Leipzig-Mockau und in Gaschwitz mit

zwei vereisten Weichen

zu kämpfen. „Es gab deshalb zeitweise einige Verspätungen im S-Bahn-Verkehr“, sagte Konzernsprecher Jörg Bönisch. Inzwischen seien die beiden Strecken aber wieder voll befahrbar und der Verkehr normalisiert.

Kommune warnt vor Betreten der Eisflächen – 17 Zentimeter auf dem Fichtelberg

Vereist sind inzwischen auch viele Gewässer in der Messestadt, die Stadtverwaltung warnt trotzdem vor dem Betreten. „Stärke und

Tragfähigkeit von Tümpeln, Seen, Flüssen und Weihern

sind trotz teilweise vermeintlich geschlossener Eisdecken schwer einschätzbar. Aus diesem Grund kann eine ausreichende Belastbarkeit fürs Schlittschuhlaufen, Eishockey oder Spazierengehen nicht garantiert werden“, heißt es aus dem Neuen Rathaus. Wer trotzdem schlittern möchte, kann dies nur auf eigene Gefahr. Etwaige Rettungsaktionen durch Feuerwehr und Co. müssten selbst bezahlt werden. Eissport auf dem

Cospudener See

sei grundsätzlich verboten, für das Eissegeln eine wasserrechtliche Genehmigung erforderlich.

Auch im Rest des Freistaates lag am Montag vielerorts eine gut zehn Zentimeter dicke Schneedecke. Auf dem

Fichtelberg

seien inzwischen 17 Zentimeter Schneehöhe erreicht, in Zinnwald immerhin 16 Zentimeter, hieß es. Am

Flughafen Leipzig/Halle

in Schkeuditz kam es einem Sprecher zufolge am Morgen wegen der Winterdiensteinsätze auf Start- und Landebahn zu Verspätungen von bis zu 45 Minuten. Auf Sachsens Straßen blieb es laut Polizei zunächst bei einigen querstehenden Lastwagen und kleineren Blechschäden.

Ankünfte und Abflüge am Flughafen: www.leipzig-halle-airport.de

 

Matthias Puppe

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